Edward Coley Burne-JonesGemälde, Biografie und Museumssammlungen

1833 - 1898

Kurzbiografie

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    • Sir Edward Coley Burne-Jones
    • 1. Baronet
    • Burne-Jones
    • Sir Edward Coley Burne-Jones, Bt
    • Edward Coley Burne-Jones
  • Works on APS: 635
  • Lifespan: 65 years

Das Leben von Edward Coley Burne-Jones

Edward Coley Burne-Jones trat am 28. August 1833 in Birmingham, Vereinigtes Königreich, in die Welt. Sein Ankommen war von einem stillen, schweren Verlust geprägt; seine Mutter, Elizabeth Jones, verstarb nur sechs Tage nach seiner Geburt. Er wuchs in einem Haus auf, das vom Handwerk seines Vaters, Edward Richard Jones, geformt wurde, der als Rahmenmacher tätig war. Dieses frühe Umfeld war eines des Kunsthandwerks und des Holzes, in dem die physischen Strukturen der Kunst bereits geschaffen wurden, lange bevor die Gemälde selbst in den Köpfen entstanden.

Der Junge, der eines Tages Sir Edward Coley Burne-Jones, 1. Baronet, werden sollte, wurde von seinem Vater und einer Haushälterin namens Ann Sampson aufgezogen. Seine Kindheit war nicht geprägt von großen Gesten, sondern von einer beständigen, kontemplativen Natur, die durch die Menschen, die sich um ihn kümmerten, genährt wurde. Er bewegte sich von der industriellen Atmosphäre Birminghams hin zu den akademischen Hallen Oxfords – ein Pfad, der ihn letztlich von seinen ursprünglichen Absichten für die Kirche weg und hin zum Studium visueller Formen führen sollte. Sein Leben war eine langsame Anhäufung von Interessen, vom Theologischen bis zum Dekorativen, all dies verwurzelt in den stillen Beobachtungen seiner frühen Jahre.

Frühes Leben, Familie und Ausbildung

Der industrielle Puls von Birmingham prägte seine ersten Lebensjahre. Geboren im Jahr 1833, war seine Kindheit durch den Verlust seiner Mutter Elizabeth gezeichnet, die nur sechs Tage nach seiner Geburt verstarb. Er wuchs in einem Haus auf, das von seinem Vater Edward Richard Jones, einem Rahmenmacher, und der Haushälterin Ann Sampson geführt wurde. Dieses stille, häusliche Umfeld schuf das Fundament für ein Temperament, das zur Kontemplation neigte. Seine prägenden Tage verbrachte er im Schatten der wachsenden Fertigung der Stadt – eine Umgebung, die weit entfernt war von den mittelalterlichen Welten, die er später auf der Leinwand zum Leben erwecken sollte.

Seine formale Ausbildung begann in den Klassenzimmern der King Edward VI Grammar School. Von 1848 bis 1852 widmete er sich technischeren Studien an der Birmingham School of Art. Hier begann die Präzision seiner Hand Gestalt anzunehmen. Sein Weg war jedoch ursprünglich nicht auf die Staffelei ausgerichtet. Er wandte sich dem Studium der Theologie am Exeter College in Oxford zu. Dieses akademische Streben nach dem Göttlichen und dem Heiligen sollte später Einzug in seine Bildsprache halten, auch wenn sich sein Fokus vom Pult hin zum Pinsel verschob.

Die Brotherhood und die künstlerischen Kreise

In den stillen Hallen des Exeter College in Oxford geriet er in den Orbit von William Morris. In der Poesie und einer gemeinsamen Sehnsucht nach dem Mittelalter fanden sie eine tiefe Verbundenheit – eine Verbindung, die einen großen Teil seines späteren Lebens prägen sollte. Diese Freundschaft war weit mehr als nur ein sozialer Austausch; es war das gemeinsame Streben nach einer ganz besonderen Form von Schönheit, die den Blick zurück warf, um einen Weg nach vorn zu finden. Sie waren Teil einer Gruppe, die als das „Birmingham Set“ bekannt wurde, ein Kreis von Freunden, die diese intellektuellen und ästhetischen Interessen teilten und so einen Raum schufen, in dem Kunst und Literatur organisch ineinanderfließen konnten.

Sein Weg führte ihn schließlich in eine Art Lehrgang bei Dante Gabriel Rossetti, ein Schritt, der ihn fest in der Präraffaelitischen Bewegung verankerte. Diese Verbindung bedeutete weit mehr als nur einen geteilten Stil; es war ein Eintauchen in eine neue Art des Sehens, die die glatten, akademischen Traditionen der damaligen Zeit radikal ablehnte. Seine frühen Werke trugen oft das tiefe Gewicht von Rossettis Einfluss, insbesondere in der Art und Weise, wie er mit Schatten spielte und die schwere, seelenvolle Präsenz seiner Figuren gestaltete. Er folgte der Bewegung jedoch nicht einfach nur; er durchschritt sie, um schließlich einen Weg zu finden, diese gemeinsamen Ideale in seine ganz eigene, unverwechselbare visuelle Sprache zu übersetzen.

Technik und künstlerischer Stil

Die Hand von Edward Coley Burne-Jones bewegte sich mit einer ganz eigenen, stillen Präzision. Ein wesentlicher Bestandteil seines Schaffens war die Technik der Tuschelavierung, eine Methode, die er während seiner Zeit am Exeter College perfektionierte. Er trug die Farbe nicht einfach nur auf; er baute sie Schicht für Schicht auf. Durch das akribische Übereinanderlegen von Tuschelasuren erreichte er eine tonale Subtilität und schuf komplexe Texturen, die seinen Oberflächen eine bemerkenswerte Tiefe verliehen. Dieser Ansatz ermöglichte es ihm, ein Licht einzufangen, das sanft und diffus wirkte, anstatt hart oder direkt zu sein.

Die Figuren in seinen Kompositionen besitzen oft eine gelängte, fast ätherische Qualität. Sie wirken gestreckt und anmutig, während sie sich durch Räume bewegen, die wie sorgfältig arrangiert erscheinen. Sein Werk steht an einer Schnittstelle verschiedener Empfindlichkeiten: Es verschmilzt den detailgetreuen, aufrichtigen Fokus der Präraffaeliten mit den dekorativen Tendenzen des Ästhetizismus und der vielschichtigen Symbolik. Er bevorzugte zarte Kompositionen, die sich stark am Mittelalter orientierten, doch die Ergebnisse fühlten sich dennoch eigenständig von der Epoche an, die er heraufbeschwor. Anstatt bloßer Nachahmung suchte er danach, die Essenz von Mythos und Legende in eine visuelle Sprache aus stiller, melancholischer Anmut zu destillieren.

Mäzene, Werkstatt und Aufträge

Die Partnerschaft mit William Morris übertrug sein Schaffen von der Leinwand direkt in das Gewebe des täglichen Lebens. Gemeinsam gründeten sie das Unternehmen Morris & Co., einen Ort, an dem die Grenzen zwischen der schönen Kunst und funktionalen Objekten verschwammen. Einen Großteil seiner Zeit widmete er dem Entwurf von Mustern für Textilien und Tapeten sowie der Gestaltung von Möbeln, die tief in einer anderen Ära verwurzelt schienen. Seine Handschrift fand sich in unzähligen häuslichen Räumen wieder und prägte die Gegenstände, die Menschen berührten und in deren Mitte sie lebten.

Durch seine Entwürfe für Glasmalereien wurde das Licht zu einem seiner primären Ausdrucksmittel. Diese Fenster wurden in zahlreichen Kirchen und Kathedralen platziert und verwandelten steinerne Innenräume in Räume voller Farbe und Erzählung. Er näherte sich dem Glas mit einem tiefen Verständnis dafür, wie das Licht es durchdringt, wobei er jedes einzelne Segment als Teil einer größeren Geschichte behandelte. Im Jahr 1881 erweiterte sich sein Wirkungskreis sogar auf private Anwesen, wo er Entwürfe für das Vinland House und das Vinland Estate lieferte.

  • Glasmalerei-Entwürfe für das Vinland House und das Vinland Estate, 1881

Hauptwerke und Meisterwerke

Im Jahr 1861 schuf er Fair Rosamond and Queen Eleonor, ein Werk, das eine stille Spannung zwischen zwei Frauen einfängt. Die Szene spielt in einem opulenten Gemach, in dem das Karminrot eines Kleides auf die sombere Präsenz einer Königin trifft. Verstreute Bücher und feine Keramik stehen im Hintergrund, während eine Wanduhr das Vergehen der Zeit markiert. Das Licht ist weich und diffus und legt sich sanft auf die Figuren, während sie sich in einem Moment des bevorstehenden Verlusts bewegen.

Sein Gemälde aus dem Jahr 1875, The Wheel of Fortune, entfernt sich von stillen Interieurs hin zu einem eher allegorischen Raum. Es stellt eine mythologische Szene dar, in der das Schicksal von einem launischen Rad gesponnen wird. Die Leinwand nutzt eine Palette aus satten Rottönen, tiefem Blau und schimmerndem Gold, um die Atmosphäre aufzubauen. Es entsteht eine visuelle Spannung durch den Kontrast zwischen den kühlen Tönen, die die zentrale Figur umgeben, und den wärmeren Nuancen des Rades selbst.

Zu seinen weiteren bedeutenden Werken zählen:

  • The Golden Stairs, ausgestellt im Jahr 1876
  • The Garden of Pan, gemalt im Jahr 1887

Das Werk The Garden of Pan aus dem Jahr 1887 zeigt eine Hinwendung zur mythischen Muße. Seine späteren Gemälde wurden oft introspektiver und bewegten sich auf einen abstrakteren Formansatz zu. Er nutzte die Technik der Tuschelavuren, um tonale Subtilität zu erreichen, wobei er verschiedene Schichten auftrug, um Textur und Tiefe in seinen Kompositionen zu erzeugen.

Späte Jahre und Tod

Das letzte Jahrzehnt seines Lebens war von einer stetigen Zunahme offizieller Anerkennung geprägt. Im Jahr 1894 wurde er zum Baronet ernannt, ein Titel, der seine herausragende Stellung innerhalb der britischen sozialen und künstlerischen Hierarchie unterstrich. Sein Einfluss reichte weit über den Ärmelkanal hinaus; so wurde er im Jahr 1897 in die Königliche Akademie der Wissenschaften, Buchstaben und Schönen Künste in Belgien gewählt. Diese Ehrungen kamen in einer Zeit, in der sein Werk zunehmend introspektiver wurde, sich einer abstrakteren Herangehensweise an die Form zuwandte und von einem gesteigerten Gefühl der Melancholie durchzogen war.

Als führende Gestalt der Ästhetischen Bewegung blieb sein Fokus unerschütterlich auf dem Streben nach Schönheit. Seine späteren Gemälde befassten sich oft mit Themen des Verlustes und der Suche nach spiritueller Bedeutung. Bis zu seinem Tod am 17. Juni 1898 schuf er unermüdlich neue Werke. Sein Ableben markierte das Ende einer Karriere, die die Brücke zwischen den frühen Idealen der Präraffaeliten und den sich wandelnden Sensibilitäten des späten viktorianischen Zeitalters geschlagen hatte.

Vermächtnis und fortwährender Einfluss

Die Spuren seiner Hand bleiben in der Art und Weise bestehen, wie Detail und Symbolik aufeinandertreffen. Sein Werk trägt das Gewicht präraffaelitischer Ideale in sich, wobei der Fokus auf einer ganz besonderen Form von Schönheit und einer akribischen Aufmerksamkeit für die kleinsten Dinge liegt. Durch seine Partnerschaft mit Morris & Co. trug er dazu bei, den Blick wieder auf das traditionelle Handwerk zu lenken, indem er die Kunst von der Leinwand weg und hinein in die Texturen des täglichen Lebens führte. Dieses Schaffen half dabei, die Wahrnehmung für die Bedeutung von Design in Textilien und Möbeln grundlegend zu verändern.

Seine Präsenz ist im Licht spürbar, das durch farbenprächtige Glasfenster fällt. Diese Fenster, die in zahlreichen Kirchen und Kathedralen zu finden sind, bleiben bedeutende Beispiele viktorianischer Kunstfertigkeit. Er nutzte Farbe und Linie, um Glas in ein Medium des Geschichtenerzählens zu verwandeln. Der Einfluss seiner spezifischen Ästhetik lässt sich im Werk vieler Künstler nachfolgender Generationen wiederfinden, die jene Pfade beschritten, die er durch seine eigenen Experimente mit Form und Mythos geebnet hat.

  • The Wheel of Fortune
  • The Golden Stairs
  • The Garden of Pan
  • The Star of Bethlehem

Wo man seine Werke heute bewundern kann

Um die Handschrift von Edward Coley Burne-Jones hautnah zu erleben, bietet sich eine Reise nach Walthamstow an, wo die William Morris Gallery mit neun seiner Werke eine stille Hommage an die Schöpfungen bereithält, die er gemeinsam mit Morris vollbrachte. In seiner Geburtsstadt Birmingham bewahrt die Birmingham Museum and Art Gallery sechs seiner Gemälde auf, darunter das aus dem Jahr 1862 stammende Werk St Paul. Diese Kunstwerke sind in einem Gebäude untergebracht, das die industrielle Geschichte der Stadt widerspiegelt, in der seine Geschichte begann.

Auch London ist ein bedeutender Ort für sein künstlerisches Erbe. Die Tate Gallery beherbergt sechs seiner Gemälde und ermöglicht einen tiefen Einblick in seinen meisterhaften Umgang mit Linie und Farbe. Wer die Reise weiter wagt, findet im Musée d'Orsay in Paris das 1875 entstandene Meisterwerk The Wheel of Fortune. Dieses Ölgemälde auf Leinwand offenbart eindrucksvoll, wie er das Licht und die dramatische Spannung seines Sujets meisterhaft einzufangen wusste.

Fragen & Antworten

Wo und wann wurde Edward Coley Burne-Jones geboren?

Edward Coley Burne-Jones wurde im Jahr 1833 in Birmingham geboren.

Woher kommt Edward Coley Burne-Jones?

Edward Coley Burne-Jones wurde in Vereinigtes Königreich geboren.

Aus welcher Epoche stammte Edward Coley Burne-Jones?

Edward Coley Burne-Jones war in der Epoche der – 19. Jahrhundert tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt wurde Edward Burne-Jones geboren?
Frage 2:
Wer war Burne-Jones' enger Freund aus seiner Zeit am Exeter College in Oxford?
Frage 3:
Welche Firma gründete Burne-Jones gemeinsam mit William Morris?
Frage 4:
Welchem Beruf ging der Vater von Edward Burne-Jones, Edward Richard Jones, nach?
Frage 5:
In welchem Jahr wurde Burne-Jones zum Baronet ernannt?



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