Leben und künstlerischer Werdegang
Geboren in Třebušice, Tschechische Republik, wuchs Rut Kohn als eines von sechs Kindern in Prag auf. Nach ihrem Studium am Pädagogischen Kolleg in Prag zwischen 1953 und 1957 arbeitete sie zunächst als Lehrerin in Karlovy Vary und später in Prag. Infolge der politischen Schwierigkeiten der 1950er und 1960er Jahre emigrierte sie 1967 gemeinsam mit ihrem Ehemann Pavel Kohn und ihren zwei Kindern nach Deutschland. In der Rottal-Region fand sie eine neue Heimat, die es ihr ermöglichte, ihre künstlerische Entwicklung als Malerin und Illustratorin maßgeblich voranzutreiben.
Ihre Karriere war von bedeutender Anerkennung geprägt, unter anderem durch die Verleihung des Seerosenpreises der Stadt München im Jahr 1991. Im Jahr 2006 wurde sie vom tschechischen Staat als eine bedeutende tschechische Frau der Welt geehrt. Ihre Werke wurden bereits an zahlreichen internationalen Orten ausgestellt, darunter in Basel, Berlin, Paris, Salzburg und Prag.
Technik und Sujets
Das künstlerische Schaffen von Rut Kohn umfasst Zeichnungen auf Papier, Aquarelle und Ölmalerei. Ein besonderes Merkmal ihrer Technik ist eine selbst entwickelte Methode, bei der sie Buntstifte auf Sperrholz verwendet und dabei die natürliche Oberflächenstruktur des Holzes meisterhaft in ihre Kompositionen integriert. Ihre Sujets umfassen häufig:
Über ihre schöne Kunst hinaus ist sie eine produktive Illustratorin für Bücher und Kalender. Ihre Illustrationen begleiteten Werke wie die deutsche Ausgabe von Johann Amos Comenius' Labyrinth der Welt sowie die zweisprachige Ausgabe von Karel Jaromír Erbens Kytice. Ihre Arbeiten befinden sich in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München sowie in verschiedenen Privatsammlungen.
Fragen & Antworten
Wo und wann wurde Rut Kohn geboren?
Rut Kohn wurde im Jahr 1937 in Třebušice geboren.
Unter welchen Pseudonymen oder Alternativnamen ist Rut Kohn bekannt?
Rut Kohn ist auch unter den Namen Rut Kohnová bekannt.
Aus welcher Epoche stammte Rut Kohn?
Rut Kohn war in der Epoche der Moderne tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.