Die büßende Maria MagdalenaMichelangelo Merisi da Caravaggio · 1597
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Barock
1597
– Frühe Neuzeit
123.0 x 99.0 cm
Galleria Doria Pamphilj
Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571 – 1610)
Italienischer Barockmaler des dramatischen Tenebrismus, der mit Licht und Schatten die Realität von Arbeitern und Ausgestoßenen Roms einfängt.
Galleria Doria Pamphilj (Rom, Italien)
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Ein Moment stiller Reue
In der düsteren, schweren Atmosphäre dieses 1593 entstandenen Ölgemäldes auf Leinwand finden wir eine Frau, die in einem tiefgreifenden Zustand der Introspektion gefangen ist. Die Gestalt der Magdalena sitzt da, das Haupt tief gesenkt in einer Geste des tiefen Gebets oder vielleicht des schweren Kummers. Sie trägt eine weiße Bluse mit Spitzenärmeln und einen braunen Rock, der mit einem Blumenmuster verziert ist – eine Kleidungswahl, die sich fest in der Realität jener Ära verwurzelt anfühlt. Ihr langes rotes Haar fällt ihr um das Gesicht und rahmt ein Antlitz ein, das ihrem eigenen Schoß zugewandt ist, wo ihre Hände in stiller Hingabe aneinandergepresst sind. Die Dunkelheit des Hintergrunds umgibt sie nicht nur; sie drängt gegen sie und meißelt ihre Gestalt durch die meisterhafte Anwendung von Licht und Schatten aus der Leere heraus.
Die Sprache von Licht und Schatten
Die hier angewandte Technik beruht auf einem gewaltigen Kontrast zwischen dem erleuchteten Subjekt und der undurchdringlichen Finsternis, die die Peripherie verschlingt. Dieser Ansatz erzeugt eine Dreidimensionalität, die die Figur uns gegenüber physisch präsent im Raum erscheinen lässt. Auf dem Boden, verstreut in der Nähe ihrer Füße, liegen die Überreste eines Lebens, das einst von weltlichem Luxus geprägt war:
- Eine Perlenkette
- Eine kleine Glasvase
- Ein Rosenkranz
- Verschiedener weggeworfener Schmuck und Verschlüsse
Diese Objekte sind nicht bloß dekorativ; sie sind Symbole des Lebens, das sie hinter sich gelassen hat. Das Licht trifft die Texturen ihrer Kleidung und die glatte Oberfläche des Glases mit einer Präzision, welche das physische Gewicht ihres Übergangs vom Weltlichen zum Spirituellen betont.
Die Last der Hingabe
Es liegt eine spürbare psychologische Tiefe in der Art und Weise, wie das Licht die Kurve ihrer Schulter und die Falten ihres Rockes einfängt. Die Komposition, die von einem erhöhten Standpunkt aus betrachtet wird, gibt dem Betrachter das Gefühl, auf einen privaten, heiligen Moment herabzublicken. Dies ist keine idealisierte Darstellung einer Heiligen, sondern eine Studie eines Menschen, der mit der Last seiner eigenen Seele ringt. Die Stille der Szene ist schwer, erfüllt von der leisen Spannung einer Frau, die zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Buße schwebt.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Die büßende Maria Magdalena
- Künstler: Michelangelo Merisi da Caravaggio
- Jahr: 1597
- Originalmaße: 123.0 x 99.0 cm
- Format: Hochformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: Galleria Doria Pamphilj
- Epoche: – Frühe Neuzeit
- Medium: Wandkunst
- Inventarnummer: FC 357
Eckdaten
- Medium: Öl auf Leinwand
- Location: Galleria Doria Pamphilj, Rom
- Artist: Cecco del Caravaggio (Francesco Buoneri)
- Dimensions: 123 x 99 cm
- Artistic style: Barock
Fragen und Antworten
Wie ist "Die büßende Maria Magdalena" kunsthistorisch einzuordnen?
"Die büßende Maria Magdalena" von Michelangelo Merisi da Caravaggio gehört der Strömung des Barock innerhalb der – Frühe Neuzeit-Epoche an. Zusammen verleihen sie dem Werk seinen Platz in der Kunstgeschichte.
Welche Stimmung und welche Emotion vermittelt "Die büßende Maria Magdalena" von Michelangelo Merisi da Caravaggio?
"Die büßende Maria Magdalena" von Michelangelo Merisi da Caravaggio vermittelt ein Reflektierend Gefühl innerhalb einer insgesamt Dramatisch Stimmung.
Welche Inventarnummer verwendet Galleria Doria Pamphilj für „Die büßende Maria Magdalena"?
Galleria Doria Pamphilj führt „Die büßende Maria Magdalena“ unter der Inventarnummer FC 357.