SelbstporträtHans Baldung · 1526
Öl auf Tafel
Wandkunst
Nordische Renaissance
1526
Renaissance
Musée Des Beaux
Hans Baldung (1485 – 1545)
Deutscher Renaissance-Maler und Grafiker, bekannt für expressive Porträts und makabre Hexenszenen, oft in Chiaroscuro-Holzschnitten dargestellt.
Musée Des Beaux (Straßburg, Frankreich)
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Der Mann im Spiegel
Ein Mann blickt den Betrachter direkt von der Holztafel an, sein Blick begegnet dem Gegenüber mit einer durchdringenden, unnachgiebigen Intensität. Dies ist ein im Jahr 1526 festgehaltener Moment, ein Selbstporträt, in dem der Künstler, Hans Baldung Grien, seiner eigenen Gestalt gegenübertritt. Er sitzt da, mit einem strengen Gesichtsausdruck, seine Züge in einem verblüffenden Realismus wiedergegeben, der das Gewicht seiner Gedanken einfängt. Ein dunkler, undifferenzierter Hintergrund drängt seine Figur nach vorn und lässt den Mann so erscheinen, als trete er aus dem Schatten ins Licht. Seine Hände sind vor ihm gefaltet, wobei ein Finger einen Ring trägt, der den Blick auf sich zieht – vielleicht ein Zeichen von Autorität oder einem besonderen sozialen Status. Der Pelzkragen seines Gewandes verleiht dem Bild eine haptische Qualität; seine weiche Textur bildet einen Kontrast zur glatten, blassen Haut seines Gesichts und den dunklen Falten seines Robenrockes.
Details eines eingefangenen Lebens
Das Gemälde offenbart viel durch seine subtilen Texturen und sorgfältig platzierten Symbole. Der Künstler nutzt Öl auf Linde, um eine Präzision zu erreichen, die jede Kontur des Gesichts und jede Falte in der Kleidung definiert. Innerhalb der Komposition laden mehrere Elemente zu einer genaueren Betrachtung ein:
- Lateinische Inschriften, die in den oberen Teil des Hintergrunds eingraviert sind und dem Werk einen zeitlichen Anker verleihen.
- Das spezifische Monogramm und das Datum, die das Bild mit der eigenen Identität des Künstlers verknüpfen.
- Eine Palette, die von tiefen Rot-, Braun- und gedämpften Grüntönen dominiert wird und das Subjekt in einer schwermütigen Realität verankert.
- Das Zusammenspiel von Licht und Schatten, das den dramatischen Blick und die physische Präsenz des Dargestellten betont.
Ein Spiegelbild einer Epoche
Dieses Porträt entspringt der Nordischen Renaissance, einer Zeit, in der die menschliche Gestalt mit einer neuen psychologischen Tiefe begriffen wurde. Das Werk trägt die Spannung des Deutschland des 16. Jahrhunderts in sich, einer Ära immenser religiöser und politischer Umwälzungen. Während das Subjekt gefasst erscheint, liegt in seinen Augen ein unterschwelliges Gefühl der Introspektion. Die Präzision der Pinselführung und der Fokus auf den individuellen Charakter spiegeln einen Wandel hin zum Verständnis der menschlichen Verfassung durch direkte Beobachtung wider. Es ist eine stille, schwere Präsenz, die Aufmerksamkeit fordert und einen Einblick in den Geist eines Mannes gewährt, der in einer Welt des ständigen Wandels lebte.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Selbstporträt
- Künstler: Hans Baldung
- Jahr: 1526
- Format: Hochformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: Musée Des Beaux
- Bewegung: Nordische Renaissance
- Medium: Wandkunst
- Inventarnummer: 535
- Kontext des Werks: nordische renaissance, deutsche renaissance
Eckdaten
- Medium: Öl auf Linde
- Movement: Nordische Renaissance
- Title: Selbstporträt
- Artistic style: Porträtmalerei der Nordischen Renaissance
- Dimensions: 67,4 cm x 52,8 cm
Fragen und Antworten
Wie gesättigt ist die Farbpalette von "Selbstporträt"?
Die Farben von "Selbstporträt" von Hans Baldung weisen eine Gedämpft Sättigung auf. Die Sättigung beschreibt, wie lebhaft oder gedämpft die Farben sind.
Wer ist der Urheber von "Selbstporträt" und aus welchem Jahr stammt das Werk?
"Selbstporträt" wurde von Hans Baldung im Jahr 1526 geschaffen.
Ist "Selbstporträt" von Hans Baldung im Hoch-, Quer- oder Quadratformat angeordnet?
Das Format von „Selbstporträt“ ist Hochformat. Dies ist hilfreich bei der Planung, wo eine Reproduktion platziert werden soll.