Secessionsgebäude, Skizze für den zweiten EntwurfJoseph Maria Olbrich · 1897

  • MalmediumGraphit
  • MaterialartWandkunst
  • KunstrichtungJugendstil
  • Entstehungsdatum1897
  • Kunstperiode– 19. Jahrhundert
  • MuseumSecession

Joseph Maria Olbrich (1867 – 1908)

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Secession (Wien, Österreich)

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Identifizierung der architektonischen Skizze

Das Kunstwerk mit dem Titel Building of the Secession, Skizze für den zweiten Entwurf, ist eine grafische Darstellung des Secessionsgebäudes. Diese Zeichnung wurde von dem Künstler Joseph Maria Olbrich geschaffen. Sie hält einen ganz spezifischen Moment in der architektonischen Evolution des Bauwerks fest und dient als vorläufige Vision für das physische Zuhause der Bewegung.

Die Skizze aus dem Jahr 1897 existiert als präzises Zeugnis einer künstlerischen Absicht. Joseph Maria Olbrich nutzte diesen Entwurf, um die Linien eines Gebäudes zu entwerfen, das schließlich die etablierte Ordnung Wiens herausfordern sollte. Das Papier trägt das Gewicht eines Plans in sich, noch bevor Stein und Eisen jemals an ihren Platz gesetzt wurden. Es ist ein stiller Bauplan einer radikalen Idee.

Visuelle Komposition und Sujet

Die Skizze präsentiert eine vertikale Architektur, eine Säule aus Linien, die nach dem oberen Rand des Rahmens strebt. Es handelt sich um eine Schwarz-Weiß-Studie einer Fassade, welche die strukturellen Knochen und die filigranen Details der Gebäudehülle einfängt. Jede Oberfläche gleicht einem dichten Dickicht aus Schraffuren und Kreuzschraffuren. Diese feinen, präzisen Striche weben ein komplexes Netzwerk, das die Textur des Papiers und das Gewicht von Graphit imitiert. Das Sujet ist rein architektonischer Natur – eine stille Anordnung aus Geometrie und Stein.

Ein Gefühl der Perspektive zieht den Blick unaufhaltsam nach oben, wenngleich das Medium die Tiefe in ein vielschichtiges Feld aus Schatten flacht. Die Komposition ist reich an Details, eine akribische Anhäufung von Markierungen, die den Raum fast vollständig ausfüllen. Es gibt keine definierte Lichtquelle, die die Form modelliert; stattdessen tritt das Gebäude aus einer dunklen, schattigen Dichte hervor. Die Linien sind dünn und zeichnen die Kanten der Pylone sowie den Rhythmus der Fassade mit einer stillen, fast obsessiven Präzision nach. Es ist eine Landkarte der Intention, gezeichnet in der Sprache des Graphits.

Technik und künstlerische Materialien

Die Hand bewegt sich mit einer ganz eigenen, manuellen Entschlossenheit. Graphit und Kohle treffen auf die Textur des Papiers und hinterlassen ein dichtes Geflecht aus feinen, dunklen Linien. Jeder Strich ist ein bewusster Akt der Konstruktion. Der Künstler erschafft die Fassade durch den rigorosen Einsatz von Schraffuren und Kreuzschraffuren, wodurch eine Oberfläche von schwerer Textur entsteht. Diese überlagernden Schatten simulieren das Gewicht des Steins und die Tiefe der zurückgesetzten Portale.

Das Werk folgt der Disziplin der architektonischen Zeichnung. Es fungiert als technische Illustration, die die Präzision der Linie über die Sanftheit des Lichts stellt. Hier gibt es keine Sonne, nur das kontrollierte Zusammentreffen von Bleistift und Papier. Die Komposition ist ein Netz aus komplizierten Mustern, die die Geometrie des Bauwerks kartografieren. Es ist eine Studie von Schatten und Struktur, dargeboten in einer monochromen Sprache aus Grau und Schwarz.

Verwandte Werke von Joseph Maria Olbrich

Die Hand des Architekten vollzog viele Iterationen der Secession. Im Jahr 1897 schuf er den Plan für den Bau der Secession, Entwurf des umgebenden Raums, eine Zeichnung, die das Gebäude inmitten seiner angestrebten städtischen Umgebung einfängt. Im selben Jahr entwarf er den Plan für den Bau der Secession, Längsschnitt, eine technische Ansicht, die die interne Struktur und die emporstrebende Kuppel offenbart. Diese Zeichnungen fungieren als das skelettartige Überbleibsel einer Vision, noch bevor sie zu Stein und Gold wurde.

Sein Wirkungskreis erstreckte sich bis zur Darmstädter Künstlerkolonie, wo er den Hochzeitsturm entwarf. Dieses Bauwerk ist bis heute ein fester Bestandteil der Landschaft der Matildenhöhe. In anderen Fällen manifestierte sich sein Einfluss in Werken wie Das Secessionsgebäude in Wien, Österreich - Italia Liberty, Rimini, datiert auf etwa 1897. Jedes dieser Stücke spiegelt die Suche nach einer neuen geometrischen Sprache wider – ein Versuch, das Gewicht einer Wand gegen die Leichtigkeit einer dekorativen Linie auszubalancieren. Die Tinte trocknet auf dem Papier und hinterlässt nichts als die reine Form einer Idee.


Über dieses Kunstwerk

  • Titel: Secessionsgebäude, Skizze für den zweiten Entwurf
  • Künstler: Joseph Maria Olbrich
  • Jahr: 1897
  • Format: Hochformat
  • Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
  • Ausstellung/Standort: Secession
  • Medium: Graphit
  • Epoche: – 19. Jahrhundert
  • Schöpferische Phase: Spätwerk
  • Hauptfarbe: Reinweiß

Eckdaten

  • Subject or theme: Architektur
  • Title: Secessionsgebäude, Skizze für den zweiten Entwurf
  • Movement: Wiener Secession
  • Notable elements or techniques: Schraffur und Kreuzschraffur
  • Medium: Graphit auf Papier

Fragen und Antworten

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Wer ist der Künstler hinter "Secessionsgebäude, Skizze für den zweiten Entwurf"?

Der Künstler hinter „Secessionsgebäude, Skizze für den zweiten Entwurf“ ist Joseph Maria Olbrich. Das Werk ist unter dem Namen von Joseph Maria Olbrich katalogisiert.

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