SireneOdilon Redon · 1900

  • MalmediumÖlfarbe
  • MaterialartWandkunst
  • KunstrichtungSymbolismus
  • Entstehungsdatum1900
  • KunstperiodeModerne
  • Abmessungen27.0 x 22.0cm
  • MuseumKunstmuseum Basel

Odilon Redon (1840 – 1916)

Französischer Symbolist, bekannt für verträumte Noirs in Kohle und Lithografie, später leuchtende Pastelle, inspiriert von japanischer Kunst.

Kunstmuseum Basel (Basel, Schweiz)

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Ein visionäres Erscheinen

Eine zentrale Gestalt, eine Sirene, tritt aus einer wirbelnden, nebulösen Umgebung hervor und ist leicht links der Mitte positioniert. Die Komposition verzichtet auf klare Grenzen und bevorzugt eine fließende, organische Form, in der der Körper in eine schwanzartige Struktur übergeht, die sich nach rechts biegt. Tiefe Blautöne, trübe Grüntöne und erdige Brauntöne dominieren die Palette und schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Diese Dunkelheit wird durch ein scharfes, inneres Licht unterbrochen: Flecken von Orangerot und hellem Grün leuchten aus dem Inneren der Figur hervor und lassen auf eine Lichtquelle schließen, die im Subjekt selbst verborgen liegt.

Die Oberfläche ist haptisch äußerst intensiv, geprägt von schwerem Impasto und sichtbaren, gestischen Pinselstrichen. Diese dicken Farbaufträge erzeugen ein Gefühl von atmosphärischer Turbulenz und Tiefe. Die Perspektive ist flach gehalten und konzentriert sich auf die symbolische Präsenz des Wesens in einer kosmischen oder ozeanischen Leere, anstatt eine realistische Umgebung darzustellen. Die Linien bleiben undeutlich, was zu einer traumartigen, symbolistischen Qualität beiträgt, in der das Motiv und die Atmosphäre untrennbar miteinander verwoben sind.

Technische Komposition

Das Werk spiegelt einen Übergang in der Herangehensweise des Künstlers an Medium und Licht wider. Die folgende Elemente definieren seine physische Präsenz:

  • Schwere Impasto-Textur, die eine haptische Tiefe schafft
  • Gestische, dicke Pinselführung, die eine ständige Bewegung suggeriert
  • Eine Palette aus kontrastreichen, leuchtenden Farben vor dunklen Hintergründen
  • Amorphe, organische Formen, die die Grenze zwischen Subjekt und Leere verwischen

Symbolische Resonanz

Dieses im Jahr 1900 geschaffene Werk gehört zu einer Periode, in der sich der Künstler von monochromen Studien hin zu einer Sprache der Farbe und der Andeutung entwickelte. Die Sirene existiert in einem Raum spiritueller und emotionaler Resonanz und nutzt dabei eine weichgezeichnete, halluzinatorische Technik. Der Einsatz von Farbe zielt nicht auf eine wörtliche Darstellung ab, sondern auf den Ausdruck des Unfassbaren. Die Präsenz des Wesens in der Leere deutet auf eine Meditation über das Unterbewusstsein und die Grenzen zwischen der Realität und dem Zustand des Traums hin.


Über dieses Kunstwerk

  • Titel: Sirene
  • Künstler: Odilon Redon
  • Jahr: 1900
  • Originalmaße: 27.0 x 22.0cm
  • Format: Hochformat
  • Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
  • Ausstellung/Standort: Kunstmuseum Basel
  • Bewegung: Symbolismus
  • Medium: Wandkunst
  • Schöpferische Phase: Spätphase

Eckdaten

  • Title: Sirene
  • Subject or theme: Eine Sirene in einer wirbelnden, nebulösen Leere
  • Artistic style: Traumhaft, Symbolistisch, Soft-Focus
  • Location: Kunstmuseum Basel, Basel
  • Notable elements or techniques: Expressiver, strukturierter Pinselstrich; Impasto

Fragen und Antworten

Wie intensiv sind die Farben in "Sirene" von Odilon Redon?

Die Farben in "Sirene" von Odilon Redon besitzen eine Monochrom Intensität.

In welchem Alter schuf Odilon Redon „Sirene"?

Als "Sirene" im Jahr 1900 entstand, war Odilon Redon – geboren 1840 – 60 Jahre alt.

Welcher Strömung und welcher Epoche ist "Sirene" von Odilon Redon zuzuordnen?

In "Sirene" von Odilon Redon trifft die Symbolismus-Strömung auf die Ära der – 19. Jahrhundert.

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