Stillleben mit OrangenRaphaelle Peale · 1818
Öl auf Tafel
Wandkunst
1818
– 19. Jahrhundert
Toledo Museum of Art
Identifizierung des Stilllebens mit Orangen
Die stille Anordnung, bekannt als Stillleben mit Orangen von Raphaelle Peale, fängt einen Moment häuslichen Überflusses ein. Dieses im Jahr 1818 geschaffene Werk präsentiert eine Sammlung von Früchten und ein Weinglas, die auf einem Tisch ruhen. Die Szene lädt zu einer genauen Betrachtung der Texturen der organischen Motive ein. Es bleibt ein bedeutendes Stück amerikanischer Kunstgeschichte, das in der Sammlung des Toledo Museum of Art in Toledo aufbewahrt wird.
Ein subtiles, spielerisches Detail zeichnet die Oberfläche der Früchte aus. Eine spiralförmig gedrehte Orangenschale ruht innerhalb der Komposition und fungiert als wortspielreiches Signaturmerkmal des Künstlers. Diese kleine Geste verbindet das Werk mit seinem ursprünglichen Empfänger, dem Sammler aus South Carolina, John A. Alston. Peale widmete das Stück Alston, den er als „den Mäzen lebender amerikanischer Künstler“ bezeichnete.
Komposition und visuelle Details
Eine stille Fülle ruht auf einem Tisch, auf dem eine zentrale Schale eine Auswahl an Früchten beherbergt. Orangen, Äpfel und Weintrauben drängen sich in das Gefäß, während die sanfte Andeutung von Pfirsichen sich unter sie schmiegt. Die Anordnung wirkt beiläufig und doch bewusst gewählt, als wäre eine Mahlzeit gerade erst unterbrochen worden. Über die Tischplatte verstreut liegen mehrere Orangen lose herum, deren leuchtende Formen die Stille der Oberfläche durchbrechen. Ganz in der Nähe fängt ein einzelnes Weinglas das Licht ein und verleiht der Szene ein Gefühl von häuslicher Gelassenheit.
Der Blick wird unweigerlich auf ein kluges, spielerisches Detail gelenkt, das in die Komposition eingebettet ist. Eine spiralförmig gedrehte Orangenschale windet sich von der Frucht weg und fungiert als wortspielreiches, vom Künstler hinterlassenes Signatur-Element. Diese kleine, haptische Geste lädt zu einer genaueren Betrachtung der Texturen der Szene ein. Man meint fast, das Gewicht der Früchte und die glatte, kühle Oberfläche des Glases spüren zu können. Die Komposition beruht auf einem sorgfältigen Gleichgewicht dieser organischen Formen gegenüber der beständigen Präsenz des Tisches.
Technische Details und Trägermaterial
Der Künstler arbeitet mit Öl auf einer Holztafel, eine Wahl, die der Szene eine gewisse Schwere und Beständigkeit verleiht. Die Oberfläche fängt das Licht auf eine Weise ein, die die Texturen der Früchte fast greifbar erscheinen lässt. Dieses spezifische Werk misst 18 5/8 × 22 15/16 in. (47,3 × 58,3 cm) – ein Maßstab, der zu einer genauen, intimen Untersuchung des Arrangements einlädt. Jeder Pinselstrich trägt zur Illusion von Tiefe und zur haptischen Realität der Objekte bei, die auf dem Tisch ruhen.
Eingefasst wird diese Komposition von einem Rahmen, der die visuelle Präsenz des Werkes erweitert. Die Abmessungen des Rahmens betragen 26 1/2 × 30 3/8 × 2 3/8 in. (67,3 × 77,2 × 6 cm) und bieten eine strukturierte Begrenzung für das stille Drama, das sich im Inneren entfaltet. Das Objekt ist unter der Nummer 1951.498 katalogisiert. Es bleibt eine physische Präsenz, die ihren eigenen Raum behauptet und das Auge dazu einlädt, an dem subtilen Spiel von Licht und Schatten auf der Oberfläche des Holzes zu verweilen.
Geschichte und Provenienz des Objekts
Der Lebensweg dieses Gemäldes führt uns direkt zum Toledo Museum of Art, wo es als Teil der ständigen Sammlung verwahrt wird. Heute existiert es als klassifiziertes Werk der Malerei, wenngleich es derzeit fernab des öffentlichen Blickfeldes ruht. Es ist momentan nicht ausgestellt und wartet in den stillen Räumen des Museumsbestands auf seine Wiederentdeckung. Das Objekt blickt auf eine besondere Tradition der Förderung zurück, da es durch die Großzügigkeit des Florence Scott Libbey Bequest erworben wurde, das zum Gedenken an ihren Vater, Maurice A. Scott, gestiftet wurde.
Wenn man seinen Pfad durch die Zeit nachzeichnet, bleibt das Werk ein bedeutender Bestandteil der Museumssammlungen. Es trägt eine Inschrift in sich, die es mit einem ganz spezifischen Moment des Mäzenatentums verbindet: Es ist gewidmet dem Sammler aus South Carolina, John A. Alston, der als „Der Förderer lebender amerikanischer Künstler“ bekannt war. Diese Verbindung bettet die Früchte und das Glas in ein historisches Netzwerk von Sammlern ein, die danach strebten, die visuelle Identität einer jungen, aufstrebenden Nation zu bewahren. So verweilt das Gemälde als eine stille Präsenz in den Archiven des Museums – ein geschütztes Stück Geschichte für all jene, die sich der Entwicklung des amerikanischen Stilllebens widmen.
Raphaelle Peale (1774 – 1825)
Raphaelle Peale: Ein Pionier der amerikanischen Stilllebenmalerei! Seine außergewöhnlichen Gemälde zeigen beeindruckende Detailtreue und beeinflussen sich von spanischen Meisterwerken – Schlüssel zur Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Toledo Museum of Art (Toledo, Vereinigte Staaten von Amerika)
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Über dieses Kunstwerk
- Titel: Stillleben mit Orangen
- Künstler: Raphaelle Peale
- Jahr: 1818
- Format: Querformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: Toledo Museum of Art
- Epoche: – 19. Jahrhundert
- Farbpalette: Erdig
- Hauptfarbe: Espresso
- Schlagworte: trompe-l'oeil-früchte, realistische obstschale, öl auf holztafel
Eckdaten
- Year: 1818
- Influences: Spanische Meister
- Location: Toledo Museum of Art, Toledo
- Notable elements or techniques: Trompe-l'oeil, spiralförmige Orangenschale
- Artist: Raphaelle Peale
Fragen und Antworten
Wie harmonieren die Farben von "Stillleben mit Orangen" miteinander?
Die Farbharmonie von „Stillleben mit Orangen“ wird als Hohe farbliche Harmonie beschrieben.
Ist "Stillleben mit Orangen" von Raphaelle Peale gemeinfrei?
"Stillleben mit Orangen" von Raphaelle Peale ist gemeinfrei – das Urheberrecht ist abgelaufen. Dieser Status bestimmt, wie das Bild des Werkes vervielfältigt werden darf.
Welche Farbe prägt die Komposition von "Stillleben mit Orangen" von Raphaelle Peale?
Espresso (#4a3226) ist die dominierende Farbe von "Stillleben mit Orangen" von Raphaelle Peale.