Erzengel MichaelWladimir Lukitsch Borowikowski · 1794
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Barock
1794
– 19. Jahrhundert
Regionalmuseum Mogilev nach E.R. Romanow
Wladimir Lukitsch Borowikowski (1757 – 1825)
Vladimir Borovikovsky (1757-1825): Russlands führender Romantikporträtist. Entdecken Sie intime Darstellungen der Adligen, sentimentalen Stil und ikonische Porträts Katharina II bei Mus3ums.
Regionalmuseum Mogilev nach E.R. Romanow (Mogilew, Belarus)
Entdecken Sie die Geschichte & Kultur Mogilevs im E.R. Romanov Museum! Erleben Sie traditionelle Kostüme, rekonstruierte Innenräume & einzigartige Artefakte – ein authentischer regionaler Einblick.
Identifizierung des Gemäldes Erzengel Michael
Das Ölgemälde mit dem Titel Erzengel Michael ist ein Werk des Künstlers Wladimir Borowikowski. Um etwa 1794 geschaffen, fängt dieses Werk einen Moment des himmlischen Konflikts ein. Die Leinwand hält einen vertikalen Kampf zwischen Licht und Schatten fest.
Wladimir Borowikowski trug Ölfarben auf die Leinwand auf, um diese religiöse Szene darzustellen. Das Werk entstand in einer Zeit, in der der Künstler seine Präsenz in der imperialen Hauptstadt festigte. Es bleibt ein bedeutendes Beispiel für seine Fähigkeit, dramatische Sujets durch akribische Pinselführung zu bewältigen.
Die Komposition konzentriert sich auf die Gestalt des Engels im Flug. Es ist eine Studie göttlicher Macht vor einem Hintergrund aus Feuer. Die Farbe setzt sich in der Textur des Gewebes ab und definiert die Kanten der Flügel sowie das Gewicht der Rüstung. Eine einzige Lichtquelle durchbricht die Dunkelheit.
Visuelle Komposition und Sujet
Inmitten des Himmels entfaltet sich ein vertikaler Kampf. Ein Engel steigt durch einen chaotischen Himmel herab, um einer dämonischen Gestalt inmitten aufsteigender Flammen zu begegnen. Die Komposition zieht den Blick unaufhaltsam nach oben und zeichnet einen Pfad von den feurigen Tiefen hin zu der aufstrebenden, himmlischen Gestalt. Diese Dynamik fängt einen singulären Moment des engelhaften Sieges über das Böse ein.
Die Farbpalette glüht vor Hitze. Rot-, Orange- und Brauntöne dominieren die unteren Bildbereiche und ahmen das Leuchten einer infernalischen Landschaft nach. Diese warmen Töne prallen auf den Hintergrund, wo kühlere Blau- und Lilatöne einen weiten, zurückweichenden Raum suggerieren. Die Perspektive erzeugt eine gewaltige Tiefenwirkung, die den Abgrund unter der Szenerie immens erscheinen lässt.
Licht und Schatten definieren das Gefecht. Der Engel durchbricht den Rauch als Silhouette göttlicher Entschlossenheit gegen die wirbelnde Hitze. Darunter verzehren die Flammen die Dunkelheit. Der Kampf scheint in der Luft schwebend, in einem ewigen Augenblick gefangen zu sein.
Künstlerischer Stil und technische Details
Die Komposition wird von einer theatralischen Barock-Intensität getrieben. Eine einzelne, kraftvolle Lichtquelle trifft den Engel und meißelt die Gestalt förmlich aus der umgebenden Finsternis heraus. Dieser Chiaroscuro-Effekt erzeugt tiefe Schatten, die den Betrachter unmittelbar in das gewaltige Ringen hineinziehen. Dynamische, richtungsweisende Linien definieren die Bewegung des himmlischen Kampfes und führen das Auge durch die vertikale Dynamik der Szene. Geometrische Formen verleihen dem Chaos eine feste Struktur, was sich besonders in den scharfen Dreiecken der Engelsflügel und der rechteckigen Schwere der Rüstung widerspiegelt.
Eine akribische Pinselführung verleiht den Kämpfern eine greifbare physische Präsenz. Der Künstler nutzt eine vielschichtige, taktile Sprache auf der Leinwand: Während glatte, polierte Oberflächen die Rüstung des Engels definieren und das Licht mit einer harten Klarheit einfangen, bricht der Hintergrund in rauen, pastosen Pinselstrichen aus Feuer hervor. Diese dicken Farbaufträge imitieren die unvorhersehbare Natur der Flammen. Die Farbpalette stützt sich auf die Hitze von Rot-, Orange- und Brauntönen, die in starkem Kontrast zu den kühleren Violett- und Blautönen des fernen Himmels stehen. Dieser Kampf wird in Öl auf Leinwand festgehalten – ein schweres, physisches Medium für einen ebenso gewichtigen, spirituellen Krieg.
Aktueller Standort und Museumssammlung
Dieses Werk befindet sich in der Sammlung des Mogilev Regional Museum of Local Lore named after E.R. Romanov. Das Museum liegt in Mogilev, Belarus, und ist in einem prachtvollen, spät-19. Jahrhundert errichteten Gebäude untergebracht, das eindrucksvoll vom architektonischen Erbe der Region zeugt.
Die Institution bewahrt eine beeindruckende Sammlung von 131.147 Exponaten. Inmitten dieser Mauern wird die Geschichte der Region durch eine Vielzahl von Artefakten und Gemälden lebendig gehalten. Das Museum dient somit als ein kostbares Archiv des lokalen Geistes und seiner beständigen Traditionen.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Erzengel Michael
- Künstler: Wladimir Lukitsch Borowikowski
- Jahr: 1794
- Format: Hochformatig
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: Regionalmuseum Mogilev nach E.R. Romanow
- Bewegung: Barock
- Medium: Öl auf Leinwand
- Kontext des Werks: porträtierung von macht & glauben, borowikowskis signaturstil
- Verwendungszweck: Zentrales Element
Eckdaten
- Year: 1794
- Title: Erzengel Michael
- Notable elements or techniques: Chiaroscuro, Impasto, starke Richtungslinien
- Subject or theme: Angelic victory over evil
- Location: Regionalmuseum für Lokalgeschichte Mogilev, benannt nach E.R. Romanov, Mogilew
Fragen und Antworten
Welchen kunsthistorischen Stellenwert nimmt "Erzengel Michael" von Wladimir Lukitsch Borowikowski ein?
"Erzengel Michael" von Wladimir Lukitsch Borowikowski gehört der Strömung des Barock innerhalb der – 19. Jahrhundert-Epoche an. Zusammen verleihen sie dem Werk seinen Platz in der Kunstgeschichte.
Wie harmonisch sind die Farben von "Erzengel Michael" von Wladimir Lukitsch Borowikowski?
"Erzengel Michael" von Wladimir Lukitsch Borowikowski besticht durch eine Hohe farbliche Harmonie Farbharmonie.
Welchem Künstler wird "Erzengel Michael" zugeschrieben?
"Erzengel Michael" wurde von Wladimir Lukitsch Borowikowski geschaffen. Die Informationen auf dieser Seite beschreiben das Originalwerk von Wladimir Lukitsch Borowikowski.