Berggruen MuseumBerlin, Deutschland

Eckdaten

  • Works on APS: 3
  • Location: Berlin, Deutschland
  • Mediums: öl auf leinwand
  • Alternate names:
    • Museum Berggruen
    • Sammlung Berggruen
  • Mehr Details anzeigen
  • Movements:
    • fauvismus
    • impressionismus
    • post-impressionismus
  • Historical periods:
    • moderne
    • – 19. jahrhundert
  • Featured artists:
    • Paul Cézanne
    • Henri Matisse
  • Art types: wandkunst

Die Sammlung des Berggruen Museum

Das Berggruen Museum ist ein bedeutendes Haus für den klassischen Modernismus, gelegen im Berliner Stadtteil Charlottenburg. In der Schloßstraße 1 gelegen, befindet sich die Institution in unmittelbarer Gegenüberstellung des prächtigen Schloss Charlottenburgs. Als integraler Bestandteil der Nationalgalerie innerhalb der Staatlichen Museen zu Berlin entfaltet das Museum eine Sammlung, die sich der Evolution der modernen Kunst durch eine ganz spezifische historische Linse widmet. Dabei werden die tiefgreifenden Veränderungen der visuellen Sprache nachgezeichnet, die vom Impressionismus bis hin zum Surrealismus reichen. Diese kuratorische Auswahl betont eindrucksvoll die Entstehung neuer Formen und den unaufhaltsamen Weg in die Abstraktion.

Die Präsenz des Museums in Berlin spiegelt die langjährige Rolle der Stadt als pulsierendes Zentrum künstlerischer Entfaltung wider. Die Bestände umfassen Meisterwerke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Alberto Giacometti. Diese Kunstwerke verkörpern jene Epochenwechsel, die das frühe bis mittlere 20. Jahrhundert maßgeblich definiert haben. Das Museum widmet sich der Präsentation innovativer und experimenteller Kunst und bildet damit einen physischen, ästhetischen Gegenpol zur umliegenden Stadtlandschaft. Besonders hervorzuheben ist die enorme Tiefe der Sammlung, die über 100 Werke von Picasso und mehr als 60 Arbeiten von Paul Klee umfasst.

Die Erreichbarkeit des Ortes wird durch die Nähe zu wichtigen Verkehrsknotenpunkten begünstigt; das Museum liegt unweit der U-Bahnhöfe Sophie-Charlotte-Platz (U2) und Richard-Wagner-Platz (U7). Diese Lage in Charlottenburg bettet die Sammlung in einen spezifischen historischen Kontext kultureller Umbrüche ein. Der Fokus des Museums auf die Entwicklung der modernen Kunst bleibt dabei der Kern seiner Identität als ein bedeutendes Archiv für die wegweisenden Werke des 20. Jahrhunderts.

Die Geschichte der Sammlung

Die Ursprünge dieser außergewöhnlichen Sammlung sind untrennbar mit der Wagenerschen und der Nationalgalerie verwoben. Seit ihrer Gründung im Jahr 1968 ist die Institution durch die akribische Zusammenstellung bedeutender Werke von Heinz Berggruen stetig gewachsen. Sein unermüdliches Engagement brachte maßgebliche Meisterwerke des klassischen Modernismus zusammen und schuf eine kulturelle Präsenz, die die tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Berlins widerspiegelt. Heute agiert das Museum als integraler Bestandteil der Nationalgalerie.

Ein Wendepunkt in der bewegten Geschichte der Sammlung war die großzügige Geste von Heinz Berggruen, der der Stadt Berlin und der Öffentlichkeit 165 Kunstwerke schenkte. Dieser bedeutende Akt vollzog sich vier Jahre nach 1996. Diese Werke waren Ausdruck einer tiefen Verbundenheit mit der Stadt und stellten sicher, dass diese spezifischen visuellen Sprachen für alle Menschen zugänglich bleiben. So wird die Entwicklung der Sammlung auch heute noch maßgeblich durch das Vermächtnis ihrer einstigen Zusammenstellung geprägt.

Große Künstler und Meisterwerke

Die Sammlung besticht durch eine tiefgreifende Konzentration an Werken aus der Ära der klassischen Moderne. Pablo Picasso ist mit über 100 Werken eindrucksvoll vertreten und verleiht den Hallen eine gewaltige Präsenz. An seiner Seite entfaltet Paul Klee mit mehr als 60 Arbeiten eine ganz eigene, poetische Welt, während Henri Matisse mit 20 Werken farbenprächtige Akzente setzt. Diese monumentalen Gestalten bilden, zusammen mit den Skulpturen von Alberto Giacometti, das schlagende Herz der Museumssammlung. Dabei ist die Präsenz von Giacometti von besonderer struktureller Bedeutung, da seine Skulpturen sowohl den Anfang als auch das Ende der musealen Inszenierung markieren.

Weitere bedeutende Persönlichkeiten der Sammlung sind Georges Braque und Cézanne. Die enorme Bandbreite der Bestände reicht bis zu den Werken von Giambattista Pittoni. Jeder dieser Künstler trägt zu einer spezifischen historischen Perspektive bei, welche die Wandlungen der visuellen Sprache vom Impressionismus bis hin zum Surrealismus nachzeichnet. Die kuratorische Anordnung unterstreicht dabei eindrucksvoll die Bewegung hin zur Abstraktion und die Entfaltung völlig neuer künstlerischer Formen.

Museumsgebäude und Architektur

Das Museum residiert im Stülerbau-West, einem imposanten Bauwerk, das sich in Berlin unmittelbar gegenüber dem Schloss Charlottenburg erhebt. Eine filigrane Glaspergola verbindet diesen Raum mit dem benachbarten Gebäude und ermöglicht so einen fließenden Übergang zwischen den verschiedenen Sektionen des Komplexes. Innerhalb dieser geschichtsträchtigen Mauern entfaltet sich die Architektur in klar voneinander abgegrenzten Flügeln: Während ein Flügel primär den visionären Werken von Picasso gewidmet ist, beherbergt der andere die Meisterwerke von Cézanne, Matisse, Giacometti und Klee. Im Innenhof der Gebäude lädt ein Skulpturengarten zum Verweilen ein und verleiht der Sammlung eine zusätzliche, räumliche Dimension.

Die architektonische Harmonie erstreckt sich zudem auf den Stülerbau-Ost, in dem die Sammlung Scharf-Gerstenberg untergebracht ist. Diese räumliche Nähe ermöglicht eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den umliegenden Kunsträumen. Seit dem 5. September 2022 ist das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen, um eine umfassende Renovierung des Stülerbau zu ermöglichen. Während dieser Phase der Restaurierung werden Teile der kostbaren Sammlung auf internationale Leihgaben geschickt, um ihre Kunst auch fernab von Berlin erlebbar zu machen.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher deutschen Stadt befindet sich das Berggruen Museum?
Frage 2:
Wer war der Sammler, der die Sammlung des Museums zusammengestellt hat?
Frage 3:
Welcher Künstler ist mit über 100 Werken in der Sammlung des Museums vertreten?
Frage 4:
Zu welcher größeren Institution gehört das Museum?
Frage 5:
Die Skulpturen welches Künstlers bilden den Anfang und das Ende der Museumspräsentation?
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