Die Präsenz von Bogstad
An den Ufern des Bogstadvannet in Oslo, Norwegen, gelegen, existiert Bogstad als ein bewahrtes Fragment einer längst vergangenen Ära. Das Hauptgebäude, das zwischen 1772 und 1792 errichtet wurde, ist ein authentisches Wohnhaus geblieben, dessen Innenräume seit dem späten 18. Jahrhundert weitgehend unberührt sind. Die Architektur, geprägt durch die Bauweise von Ziegel auf Holz, trägt das Gewicht einer langen privaten Geschichte, die bereits im Jahr 1649 ihren Anfang nahm. Es ist ein Ort, an dem die Atmosphäre von der Stille des umliegenden englischen Landschaftsparks und den Überresten eines barocken Gartens aus dem frühen 18. Jahrhundert geformt wird.
Das Anwesen bewahrt die Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten, darunter Peder Anker, der nach 1814 als erster norwegischer Premierminister in Stockholm amtierte. Auch die Linie der Familie Wedel-Jarlsberg hat in diesen Hallen ihre Spuren hinterlassen. Heute wird das Gelände vom Norsk Folkemuseum verwaltet, welches die Integrität der Gebäude sowie des sie umgebenden, 130 dekar großen Parks bewahrt.
Die gesammelten Werke
Innerhalb dieser Mauern bieten spezifische Porträts und Studien eine stille Begegnung mit der Vergangenheit. Diese Werke sind nicht bloß Abbildungen, sondern vielmehr Präsenzen, die die Geschichte des Anwesens fest mit dem visuellen Zeugnis seiner Bewohner und ihrer Epoche verankern.
- Peder Anker, 1830 – Olof Johan Södermark
- Pastell – Christian Horneman
- Peder Anker und Familie – Jens Juel
Eine Landschaft der Erinnerung
Die weitläufigen Grundstücke erstrecken sich über das unmittelbare Gebäude hinaus bis zur Grenze zwischen Oslo und Bærum. Der See, in dem Barsche, Felchen und Forellen heimisch sind, bildet eine natürliche Grenze des Anwesens. Beim Wandern durch den Park begegnet man einem Raum, der sich von einem privaten Herrenhaus in ein geschütztes Kulturdenkmal verwandelt hat. Das Zusammenspiel zwischen den gepflegten Gartenüberresten und den wilderen Elementen des Sørkedalen-Tals schafft ein ganz spezifisches, tief verwurzeltes Gefühl von Ort und Zeit.
