Ursprung und Geschichte der Casa del Arte
Die Casa del Arte, auch bekannt als Pinacoteca, ist ein bedeutendes chilenisches Museum für Malerei und Kunst. Es liegt eingebettet in der Universitätsstadt Concepción, auf dem Campus der Universidad de Concepción in Chile. Die Institution wurde im Jahr 1967 ins Leben gerufen und öffnete noch im selben Jahr ihre Tore für die Öffentlichkeit.
Das Museum nimmt eine herausragende Stellung in der regionalen Kulturlandschaft ein, da es die größte Sammlung chilenischer Gemälde außerhalb der Hauptstadt Santiago beherbergt. Seine historische Tragweite wurde vom Staat gewürdigt, als die Casa del Arte am 10. September 2010 zum Nationaldenkmal Chiles erklärt wurde.
Das Gebäude und seine Architektur
An der Av. Chacabuco 1343 in Concepción, Chile, gelegen, besetzt das Gebäude die Ecke Chacabuco und Larenas, direkt gegenüber der Plaza Perú. Die Konstruktion wurde 1965 fertiggestellt und dient als malerisches und künstlerisches Museum innerhalb des Campus der Universidad de Concepción.
In der zentralen Halle prangt das Wandgemälde Presencia de América Latina von Jorge González Camarena. Dieses Werk entstand zwischen 1964 und 1965. Das Mural war eine Schenkung Mexikos an die Universidad de Concepción, die als Geste der Solidarität nach dem Erdbeben von 1960 überreicht wurde. Das Gebäude selbst ist ein Nationaldenkmal Chiles, ein Status, den es am 10. September 2010 erlangte.
Bedeutende Sammlungen und Kunstwerke
Das Museum bewahrt etwa 1.800 Werke auf, die einen wesentlichen Teil der bildenden Geschichte der Nation repräsentieren. Es unterhält, neben dem Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago, die bedeutendste Sammlung chilenischer Malerei im Land. Diese Institution beherbergt zudem die größte Sammlung chilenischer Kunst außerhalb der Hauptstadt Santiago. Das Spektrum der Bestände reicht von den Werken anonymer Kolonialkünstler bis hin zu den Epochen des 19. und 20. Jahrhunderts und umfasst zudem Stücke ausländischer Künstler.
Ein zentraler Bestandteil der Sammlung ist der Kernbestand, der im Dezember 1958 erworben wurde. Diese Gruppe besteht aus 542 Werken der Generación del 13, einer Bewegung, an der 40 verschiedene Künstler beteiligt waren. Diese Akquisitionen bilden einen fundamentalen Teil des permanenten Inventars der Institution. Die enorme Breite der Sammlung ermöglicht ein tiefgreifendes Studium der chilenischen Kunstgeschichte durch verschiedenste technische Ansätze und Epochen.
