Eckdaten

  • Featured artists:
    • Duncan Grant
    • George Chinnery
    • Rose Carte
    • Christoffel van den Berghe
    • Stephen Bone
  • Works on APS: 10
  • Alternate names: []

Die Geschichte von Coleton Fishacre

Coleton Fishacre wurde einst als privater Landsitz für Rupert D'Oyly Carte und Lady Dorothy Carte entworfen, als ein Ort der Ruhe und des Rückzugs. Die Bauphase des Hauses erstreckte sich über die Jahre zwischen 1923 und 1926. Das Ehepaar suchte nach einem Ort, der einem Leben im Einklang mit der Natur gerecht werden konnte, und wählte schließlich ein Gelände, in dem ein verborgenes Tal sanft hinunter zur Pudcombe Cove abfällt. Diese malerische Küstenlage ermöglichte die Schaffung eines Anwesens, das den häuslichen Lebensraum auf poetische Weise mit der wilden, natürlichen Landschaft verschmilzt.

Das Anwesen umfasst das herrschaftliche Haus sowie 24 Hektar weitläufiger Gärten. Nach der Zeit der Familie Carte wurde das Anwesen im Jahr 1982 im Rahmen des Project Neptune dem National Trust übergeben. Seit dieser Übernahme liegt die Verantwortung für dieses Juwel beim National Trust. Während die Gärten unmittelbar nach der Übertragung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, blieb das Haus selbst noch einige Jahre lang ein privater Rückzugsort. Erst im Jahr 1999 öffneten schließlich sowohl die prachtvollen Innenräume als auch die weitläufigen Außenanlagen ihre Tore für die Besucher.

Architektur und Design des Hauses

Das Anwesen wurde vom Architekten Oswald Milne entworfen, der zwischen 1902 und 1905 als Assistent von Edwin Lutyens tätig war. Milne übertrug die tiefgreifenden Prinzipien der Arts and Crafts Bewegung auf das Bauwerk, wobei er den Fokus konsequent auf eine schlichte Formsprache und die höchste Qualität des handwerklichen Schaffens legte. Das Gebäude wurde aus lokalem Schieferbruch errichtet und wird von einem Dach aus Delabole-Schiefer gekrönt. Die gesamte Gestaltung zielte darauf ab, in vollkommener Harmonie mit der Küstenlandschaft zu verschmelzen, indem Materialien verwendet wurden, die unmittelbar aus der umliegenden Natur gewonnen wurden.

Während die Außenhülle diesen traditionalistischen Idealen folgt, spiegelt das Interieur die pulsierende Moderne des Jazz Age wider, verkörpert durch einen eleganten Art-Deco-Stil. Die Räumlichkeiten sind mit einer exquisiten Mischung aus Barock-Elementen und ostasiatischen Kunstschätzen ausgestattet, was eine ganz eigene ästhetische Spannung zwischen historischen europäischen Formen und fernöstlichen Einflüssen erzeugt. Im Salon antwortet die Architektur unmittelbar auf die Topografie des Geländes; dort folgen elegante Stufen der sanften Kurve des Hangs, um sich der natürlichen Neigung des Bodens anzupassen.

Die Gärten und die umgebende Landschaft

Die Gärten von Coleton Fishacre sind als Grade II* im National Register of Historic Parks and Gardens gelistet und zeugen von einer tiefen Verbundenheit zwischen Natur und Gestaltung. Sie erstrecken sich über ein schmales Tal, das sich von dem herrschaftlichen Anwesen hinunter zum Meer bei Pudcombe Cove windet. Diese topografische Anordnung ermöglicht einen fließenden Übergang der Landschaft, der von den strukturierten Elementen des Hauses sanft bis an den Rand der Küste führt. Dank der Nähe zum Golfstrom gedeihen hier seltene und exotische Pflanzen, die in diesem Klima andernfalls kaum eine Chance hätten, ihre volle Pracht zu entfalten.

Es war Lady Dorothy, die die Gärten ursprünglich anlegte, wobei sie oft exotische Arten auf ihren Reisen in die Ferne entdeckte und mitbrachte. Die Pflege einer solch vielfältigen Sammlung erforderte ein engagiertes Team von sechs Personen, die sich der Erhaltung dieses botanischen Juwels widmeten. Die Landschaft ist dabei untrennbar mit dem Haus verwoben; durch die Verwendung lokaler Materialien, wie etwa Stein, der direkt im Garten für den Bau des Anwesens gewonnen wurde, entsteht eine vollkommene Einheit. Diese harmonische Integration stellt sicher, dass das Anwesen stets im Einklang mit seiner malerischen Küstenlage bleibt.

Bemerkenswerte Merkmale und Details der Außenansicht

Das Äußere des Hauses bewahrt eine zurückhaltende Erscheinung, die vor allem durch den Verzicht auf opulente Dekorationen besticht. Auf dem Dach thront eine kunstvolle Wetterfahne aus Schmiedeeisen, ein Werk der Firma Negretti & Zambra. An der zum Garten gewandten Front bildet eine von Herbert W. Palliser gemeißelte Sonnenuhr ein markantes Highlight; ihr Design ist von der Ästhetik des Tutanchamun inspiriert und verleiht dem Anwesen eine fast mystische Note.

Im Inneren reagiert die Architektur unmittelbar auf die steile Topografie des Geländes. Im Salon folgen elegante Stufen in sanfter Kurve dem Verlauf des Hangs, um die natürliche Neigung des Bodens harmonisch aufzugreifen. Dabei bleibt die Funktionalität stets ein integraler Bestandteil der Wohnräume: In der Küche wurden beispielsweise die ursprünglichen Eisenbahnschienen, die einst zum Transport von Stein aus dem Gartenbruch verwendet wurden, auf charmante Weise zweckentfremdet, um als Halterung für Regale zu dienen.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wer war der Architekt von Coleton Fishacre?
Frage 2:
In welchem Stil ist das Haus gebaut?
Frage 3:
Der Vater welcher Familie war der Impresario für Gilbert und Sullivan?
Frage 4:
Welchen Stil hat die Inneneinrichtung von Coleton Fishacre?
Frage 5:
Welches Material wurde für das Dach des Hauses verwendet?

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