Stiftung Sammlung E. G. BührleZürich, Schweiz

Eckdaten

  • Art types:
    • digital
    • wandkunst
  • Historical periods:
    • frühmittelalter
    • moderne
    • – 19. jahrhundert
    • – frühe neuzeit
  • Featured artists:
    • Pierre-Auguste Renoir
    • Édouard Manet
    • Paul Cézanne
    • Claude Monet
    • Eugène Delacroix
  • Works on this site: 105
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  • Alternate names:
    • Foundation E. G. Bührle Collection
    • Stiftung Sammlung E. G. Bührle
    • E. G. Bührle Collection
  • Mediums:
    • acryl auf leinwand
    • giclée-druck
    • öl auf leinwand
    • öl auf tafel
    • ölfarbe
  • Location: Zürich, Schweiz
  • Movements:
    • goldenes zeitalter der niederlande
    • impressionismus
    • impressionist landscape
    • impressionistische landschaft
    • impressionistischer kubismus

Ursprung und Geschichte der Stiftung Sammlung E. G. Bührle

Die Stiftung Sammlung E. G. Bührle ist ein Kunstmuseum mit Sitz in Zürich, Schweiz. Sie wurde im Jahr 1960 von der Familie Bührle ins Leben gerufen, um sicherzustellen, dass die Privatsammlungen von Emil Georg Bührle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese Stiftung wurde von Bührles Witwe, Charlotte Bührle-Schalk, seinem Sohn, Dr. Dieter Bührle, und seiner Tochter, Hortense Anda-Bührle, gegründet.

Emil Georg Bührle war ein in Deutschland geborener Industrieller, der als Leiter von Oerlikon-Bührle tätig war. Im Laufe seines Lebens erwarb er eine umfangreiche Sammlung europäischer Skulpturen und Gemälde. Die Stiftung wurde ins Leben gerufen, um diese Vermögenswerte zu verwalten und der Öffentlichkeit Zugang zu den Kunstwerken zu ermöglichen. Die Sammlung umfasst derzeit 205 Werke.

Das Gebäude und seine Architektur

Die Stiftung Sammlung E. G. Bührle ist in einer prachtvollen Villa in der Zollikerstrasse 172 in Zürich, Schweiz, untergebracht. Dieses Bauwerk, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1886 zurückreichen, war ursprünglich als privates Wohnhaus konzipiert. Es thront in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Heim von Emil Georg Bührle und bildet so eine harmonische Einheit mit der Geschichte des Mannes, der diese Schätze einst zusammenführte.

Um der bedeutenden Sammlung einen würdigen Rahmen zu verleihen, wurde das Gebäude einer umfassenden Transformation unterzogen. Nach dieser behutsamen Umgestaltung öffnete die Villa im April 1960 ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Die Architektur bewahrt dabei meisterhaft den intimen Charakter ihrer häuslichen Ursprünge, indem die Kunstwerke in den einstigen Wohnräumen des Anwesens präsentiert werden und so eine ganz besondere, fast private Atmosphäre schaffen.

Meisterwerke der Sammlung

Die Bestände der Stiftung Sammlung E. G. Bührle stellen eine bedeutende Zusammenkunft des französischen Impressionismus und der modernen Kunst dar. Die Sammlung umfasst herausragende Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Vincent van Gogh. Diese Gemälde stehen in einem faszinierenden Dialog mit Arbeiten von Pierre Bonnard, Georges Braque, Henri Matisse und Pablo Picasso. Die Auswahl wird zudem durch die kraftvollen Schaffen von Edvard Munch ergänzt.

Über den impressionistischen Schwerpunkt hinaus bewahrt die Stiftung eine Vielfalt an europäischen Skulpturen und Gemälden. Dies reicht von den Alten Meistern bis hin zu gotischen Skulpturen. Die enorme Bandbreite der Sammlung spannt einen Bogen von diesen frühen Traditionen bis hin zu den radikalen Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Präsenz von Werken Picassos und Matisses bietet dabei einen essenziellen Rahmen, um den tiefgreifenden Wandel der visuellen Sprache in dieser Epoche zu verstehen.

Ausstellungen und Forschung

Die Schätze der Sammlung werden derzeit im Kunsthaus Zürich präsentiert, ermöglicht durch eine im Jahr 2022 geschlossene langfristige Leihvereinbarung. Diese besondere Anordnung erlaubt es, die Meisterwerke in den weitläufigen Räumlichkeiten des Museums zu erleben, anstatt sie in der ursprünglichen, privaten Atmosphäre der Villa zu betrachten. Die Inszenierung folgt dabei einem klassischen Salon- oder „Petersburger“ Stil – einer im 19. und frühen 20. Jahrhundert weit verbreiteten Präsentationsform, die darauf abzielt, dem Betrachter einen umfassenden und dichten Überblick über den gesamten Bestand zu vermitteln.

Ein bedeutendes Projekt zur Provenienzforschung wurde am 1. April 2026 ins Leben gerufen. Diese Initiative erfolgt unter Einhaltung der hohen Standards, die von der Kunstgesellschaft Zürich für die Provenienzforschung festgelegt wurden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Zürich durchgeführt. Dieses tiefgreifende akademische Unterfangen umfasst neben der Untersuchung der Herkunft auch die systematische Katalogisierung und Digitalisierung des Archivs der Stiftung Sammlung E. G. Bührle.

Im Zentrum dieser Forschung steht die lückenlose Rekonstruktion der Besitzverhältnisse der Kunstwerke – von ihrem Moment der Entstehung bis in die heutige Zeit. Die Untersuchung widmet sich dabei ganz gezielt den komplexen historischen Kontexten, wie etwa den kolonialen Hintergründen, den Beschlagnahmungen während der NS-Zeit sowie den komplizierten Umständen in der sowjetischen Besatzungszone und den Konfiskationen in der DDR. Durch die genaue Analyse dieser spezifischen Epochen strebt das Projekt danach, die Wanderungen und Erwerbungen der Gemälde innerhalb ihres breiteren sozialen und politischen Gefüges zu klären.

Aktuelle Projekte

Das Kunsthaus Zürich widmet sich derzeit einem umfassenden, fünfjährigen Forschungsprojekt, das die Provenienz der 205 Meisterwerke der Stiftung Sammlung E. G. Bührle ergründet. Diese tiefgreifende Untersuchung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Zürich. Im Zentrum dieser wissenschaftlichen Bestrebungen steht das Ziel, die bewegte Besitzgeschichte der von der Stiftung verwalteten Gemälde lückenlos aufzuklären und ihre Herkunft in den Kontext der Zeitgeschichte zu setzen.

Gleichzeitig befindet sich die Präsentation dieser Kunstschätze in einer Phase des Wandels. Für das Jahr 2026 ist eine Zwischenpräsentation geplant, die durch ein innovatives Konzept des sichtbaren Magazins sowie eine klassische Salon- oder Petersburger Hängung bestechen wird. Dieser gewählte Ansatz eröffnet dem Betrachter eine völlig neue Perspektive auf die Dichte und die kunstvolle Anordnung der Sammlung. Nach dieser Übergangsphase wird die Eröffnung einer neuen Hauptpräsentation für den Zeitraum 2027/2028 erwartet.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt befindet sich die Stiftung Sammlung E. G. Bührle?
Frage 2:
Welcher Künstler ist mit den meisten Werken im Katalog der Stiftung Sammlung E. G. Bührle vertreten?
Frage 3:
In welchem Museum wird die Stiftung Sammlung E. G. Bührle im Rahmen einer langfristigen Leihgabe ausgestellt?
Frage 4:
Wann wurde die Stiftung Sammlung E. G. Bührle gegründet?
Frage 5:
Welcher Künstler hat das in der Sammlung befindliche Werk „Das Opfer“ (1902) gemalt?
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