Solomon R. Guggenheim MuseumNew York City, Vereinigte Staaten Von Amerika

Eckdaten

  • Art types: wandkunst
  • Movements:
    • abstrakter expressionismus
    • kubismus
  • Featured artists:
    • Wassily Kandinsky
    • Robert Delaunay
    • Georges Braque
    • Joan Miró
    • Salvador Dalí
  • Historical periods:
    • moderne
    • spätmittelalter
  • Mehr Details anzeigen
  • Alternate names:
    • Solomon R. Guggenheim Museum
    • Das Guggenheim
    • Guggenheim
    • The Guggenheim
    • Museum of Non-Objective Painting
  • Location: New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
  • Mediums:
    • acryl auf leinwand
    • acrylfarbe
    • öl auf leinwand
  • Works on APS: 14

Ursprung und Geschichte des Museums

Die Wurzeln des Solomon R. Guggenheim Museum in New York City reichen bis zur Gründung der Solomon R. Guggenheim Foundation im Jahr 1937 zurück. Von Solomon Robert Guggenheim ins Leben gerufen, wurde die Stiftung mit dem Ziel etabliert, das Verständnis und die Wertschätzung moderner und zeitgenössischer Kunst zu fördern. Dieser institutionelle Rahmen ebnete den Weg für die Eröffnung des Museum of Non-Objective Painting im Jahr 1939, das als eigentlicher Vorläufer der heutigen Institution fungierte.

Im Jahr 1952 vollzog das Museum einen bedeutenden Identitätswandel, als es in den Namen Solomon R. Guggenheim Museum umbenannt wurde. Diese Ära markierte den Übergang zu einer dauerhaften Präsenz in der Metropole. Das erste permanente Gebäude der Institution in New York City wurde 1959 fertiggestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Architektur wurde gezielt entworfen, um einer wachsenden Sammlung gerecht zu werden, die sich längst über den ursprünglichen Fokus auf nicht-gegenständliche Werke hinaus entwickelt hatte.

Die Geschichte der Institution ist untrennbar mit der Evolution der modernen Kunstströmungen verwoben. Die frühen Sammlungen wurden maßgeblich durch die Vision von Hilla von Rebay geprägt, die das Potenzial abstrakter und nicht-repräsentativer Formen in den Mittelpunkt rückte. Mit der kontinuierlichen Erweiterung der Bestände wuchs auch der Horizont des Museums und umfasst heute eine beeindruckende Vielfalt an Bewegungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Die Architektur von Frank Lloyd Wright

Das Gebäude ist die vollendete Manifestation der organischen Architektur – einer Designphilosophie, in der die Struktur tiefgreifend von der Natur inspiriert ist. Die Form präsentiert sich nicht als starrer Behälter, sondern als ein kontinuierlicher, fließender Raum. Im Süden offenbart das Bauwerk eine sechsgeschossige, schüsselförmige Hauptgalerie. Eine sechsstöckige, helikale Rampe schmiegt sich entlang des Perimeters dieser Hauptgalerie an und ermöglicht einen sanften, stetigen Aufstieg durch den Raum. Diese Bewegung wird dabei nicht durch traditionelle Korridore, sondern durch die einzigartige Geometrie des Gebäudes selbst geleitet.

Das Layout setzt sich aus mehreren markanten Abschnitten zusammen. Im Norden befindet sich ein vierstöckiger „Monitor“, während ein zehnstöckiger Anbau den Nordosten einnimmt. Über dem zentralen Atrium lässt ein Deckenlicht natürliches Licht in das Innere fließen, das den Raum in einen sanften, natürlichen Glanz taucht. Die Verwendung von Beton und Kalkstein verleiht den Innenflächen eine haptische Qualität, die in faszinierendem Kontrast zum Licht des Oculus steht.

Die Vielfalt der Kunstsammlung

Die permanente Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museum entfaltet ein beeindruckendes Panorama, das von der impressionistischen und postimpressionistischen Kunst über die frühe Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst reicht. Sie umfasst jede bedeutende Strömung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit einem Bestand von etwa 8.000 Werken, wie er bis 2022 dokumentiert wurde, bietet das Museum eine enorme Tiefe, die es ermöglicht, den stetigen Wandel der visuellen Sprache über das letzte Jahrhundert hinweg eindrucksvoll nachzuvollziehen.

Ein besonderes Merkmal der Bewahrung dieser Schätze ist das gemeinschaftliche System mit den Schwesterinstitutionen in Bilbao und Venedig. Diese Kooperation ermöglicht einen lebendigen Austausch und die Zirkulation der Kunstwerke über verschiedene geografische Kontexte hinweg. Die Sammlung wird durch herausragende Beiträge von Meistern wie Wassily Kandinsky, Marc Chagall und Pablo Picasso maßgeblich geprägt.

Meisterwerke der Sammlung

Die Bestände des Museums umfassen bedeutende Beispiele der Abstraktion und des Surrealismus des frühen 20. Jahrhunderts. Wassily Wassilyevich Kandinskys Komposition VIII aus dem Jahr 1923 markiert einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der gegenstandslosen Malerei. In unmittelbarer Nähe eröffnen die Werke von Joan Miró und Marc Chagall völlig neue Perspektiven auf Form und Farbe. Mirós Das gepflügte Feld (1924) und Chagalls Der Soldat trinkt (1912) verdeutlichen die Vielfalt der künstlerischen Strömungen, die die Entwicklung dieser herausragenden Sammlung maßgeblich geprägt haben.

Ein zentraler Bestandteil der permanenten Ausstellung sind zudem surrealistische Werke, die den Betrachter in fremde Welten entführen. René Magrittes Die Stimme des Raumes (1931) und Salvador Dalís Die Geburt flüssiger Begierden (1932) bieten eine faszinierende Studie über die vielschichtigen visuellen Sprachen dieser Bewegung. Max Ernst erweitert diese Präsenz mit seinem Werk Die Vermählung der Braut (1940) eindrucksvoll. Diese Stücke stehen in einem spannungsvollen Dialog mit den Grundpfeilern des Kubismus und des Fauvismus, wie etwa Georges Braques Violine und Palette (1910) und Robert Delaunays Eiffelturm (1914).

  • Komposition VIII, 1923
  • Eiffelturm, 1914
  • Violine und Palette, 1910
  • Das gepflügte Feld, 1924
  • Die Geburt flüssiger Begierden, 1932
  • Die Stimme des Raumes, 1931

Wichtige Akquisitionen und Sammlungen

Die Bestände des Museums sind durch mehrere bedeutende Akquisitionen stetig gewachsen, die seinen kunsthistorischen Horizont maßgeblich definieren. Ein Meilenstein war das Jahr 1963, als die Thannhauser Collection mit bedeutenden europäischen Werken die permanenten Bestände bereicherte. Darauf folgte die Integration des Nachlasses von Karl Nierendorf, der etwa 730 Objekte in die Sammlung brachte – darunter herausragende Beispiele des deutschen Expressionismus und des frühen abstrakten Expressionismus.

Das Fundament der Sammlung liegt in der frühen Fokussierung auf die gegenstandslose Malerei. Diese Traditionslinie setzt sich durch die Aufnahme der Peggy Guggenheim Collection fort, die einen besonderen Schwerpunkt auf Abstraktion und Surrealismus legt. Solche Akquisitionen garantieren die Präsenz vielfältiger Kunstströmungen innerhalb der Mauern dieser Institution.

Spätere Entwicklungen der Sammlung spiegeln zudem die ästhetischen Verschiebungen der Mitte des 20. Jahrhunderts wider. Das Museum beherbergt die Akquisitionen von Giuseppe Panza, die den amerikanischen Minimalismus, Post-Minimalismus, Environmental Art sowie konzeptuelle Kunst aus den 1960er und 1970er Jahren umfassen. Diese Werke verkörpern eine ganz spezifische Ära formaler Experimentierfreude.

  • Composition VIII, 1923 - Wassily Kandinsky
  • Eiffel Tower, 1914 - Robert Delaunay
  • The Tilled Field, 1924 - Joan Miró
  • The Soldier Drinks, 1912 - Marc Chagall

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wer war der Architekt des Solomon R. Guggenheim Museum?
Frage 2:
In welcher Stadt befindet sich das Solomon R. Guggenheim Museum?
Frage 3:
Welchen Architekturstil hat das Gebäude des Guggenheim Museums?
Frage 4:
Welches Werk des Künstlers trägt den Titel „Composition VIII“ und befindet sich im Museum?
Frage 5:
Unter welchem Namen wurde das Museum 1939 gegründet?
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