MAK – Museum der angewandten Kunst

Eckdaten

  • Featured artists:
    • Gustav Klimt
    • josef maria gustav hoffmann
    • charles francis annesley voysey
    • Koloman Moser
    • renate schaschl
  • Works on APS: 30
  • Movements:
    • art nouveau
    • jugendstil
  • Alternate names:
    • Museum für angewandte Kunst
    • MAK
    • Museum of Applied Arts
    • Museum of Applied Arts, Wien
    • Österreichisches Museum für angewandte Kunst
  • Mehr Details anzeigen
  • Art types:
    • digital
    • wandkunst
  • Mediums:
    • acryl auf leinwand
    • giclée-druck
  • Historical periods:
    • moderne
    • renaissance
  • Location: Wien, Österreich

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie heißt das Museum für angewandte Kunst?
Frage 2:
Seit wann besteht das MAK?
Frage 3:
Wer hat Heinrich von Ferstel beauftragt, das Gebäude des Museums zu bauen?
Frage 4:
Welche berühmte Bewegung wurde durch die Wiener Werkstätte geprägt?
Frage 5:
James Turrells MAKlite ist eine permanente Außeninstallation des Museums und dient dazu,
Frage 6:
Welche berühmte Künstlerin schuf Gemälde wie "Birch Wald"?
Frage 7:
Das Gebäude des MAK wurde nach Vorbild eines berühmten Museums erbaut.

Ein Erbe aus Kunst und Industrie: Eine Entdeckungsreise durch das MAK

Das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien ist weit mehr als nur ein Depot schöner Objekte; es ist ein lebendiges Zeugnis des unerschütterlichen Glaubens Österreichs an die Kraft des Designs, der Innovation und der nahtlosen Verbindung von Kunstfertigkeit mit dem alltäglichen Leben. Gegründet im Jahr 1863 von Kaiser Franz Joseph I., entsprang das MAK dem Wunsch, das Kunsthandwerk zu veredeln und eine neue Ära künstlerischer Produktion einzuläuten – ein Ehrgeiz, der in seinen Hallen bis heute nachhallt. Von mittelalterlichen Textilien, die Geschichten vergangener Epochen flüstern, bis hin zu hochmodernen zeitgenössischen Installationen, die unsere Wahrnehmung herausfordern, bietet die Sammlung des Museums ein atemberaubendes Panorama über Jahrhunderte hinweg – einen lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist ein Ort, an dem man die Evolution ästhetischen Denkens nachverfolgen, die Genialität menschlicher Schöpfungskraft miterleben und über das eigentliche Wesen eines gestaltbaren, lebenswerten Raumes sinnieren kann.

Die Wiener Werkstätte und darüber hinaus: Eine Sammlung voller Visionen

Das Herzstück des Ruhms des MAK bildet seine unvergleichliche Zusammenstellung von Werken der 1903 gegründeten Wiener Werkstätte. Diese bahnbrechende Bewegung, angeführt von Größen wie Koloman Moser und Josef Hoffmann, zielte nicht bloß darauf ab, schöne Dinge zu erschaffen; sie war eine radikale Neugestaltung der Rolle der Kunst in der Gesellschaft. Die Werkstätte propagierte das Gesamtkunstwerk – ein „totaler Kunstwerksansatz“ –, bei dem jedes Element, vom prächtigsten architektonischen Detail bis zur kleinsten keramischen Verzierung, zu einem harmonischen und einheitlichen ästhetischen Erlebnis beitrug. Das Betreten dieser Galerien gleicht dem Eintritt in eine Welt, die akribisch für Schönheit und Funktionalität geschaffen wurde. Opulente Textilien mit kühnen geometrischen Mustern tanzen neben exquisit geformter Keramik, die mit filigranen floralen Motiven geschmückt ist. Die Möbelentwürfe von Hoffmann, kompromisslos in ihrem Streben nach Schlichtheit und Eleganz, stehen als bleibende Symbole für das Lebensideal jener Ära. Doch die Reichweite des MAK geht weit über diese ikonische Sammlung hinaus. Meisterwerke der Glaskunst von Alois Weiβberger und Johann Koller schimmern in feiner Kunstfertigkeit, während zeitgenössische Arbeiten kontinuierlich Grenzen verschieben und zum Nachdenken anregen, wodurch das Museum ein dynamisches Zentrum künstlerischer Exploration bleibt.

Ein architektonisches Juwel: Ferstels Vision wird Wirklichkeit

Das MAK-Gebäude selbst ist ein integraler Bestandteil seiner eigenen Geschichte – ein prachtvolles architektonisches Statement, entworfen von Heinrich von Ferstel. Vollendet im Jahr 1871, verkörpert es die Grandezza und den stilistischen Anspruch der Wiener Belle Époque und orientiert sich am Londoner South Kensington Museum (heute Victoria & Albert Museum) als Leuchtturm für die Ausbildung und Forschung in den angewandenschaftlichen Künsten. Die Fassade, geschmückt mit monumentalen korinthischen Säulen und kunstvollen dekorativen Friesen, ist selbst ein Kunstwerk, veredelt durch Skulpturen von Gustav Klimt und Josef Maria Olbrich – Titanen der lebendigen Wiener Kulturlandschaft. Durch diese Hallen zu wandeln bedeutet nicht nur, Kunst zu betrachten; es bedeutet, die Kunstfertigkeit zu erleben, die in die Struktur selbst eingebettet ist. Das Gebäude spricht von einer Zeit, in der Museen als Paläste des Lernens konzipiert wurden – Räume, die darauf ausgelegt waren, Ehrfurcht zu erzeugen und die Wertschätzung für Schönheit in all ihren Formen zu kultivieren.

Pioniergeist: Von Bitcoin-Ankäufen bis hin zu immersiven Installationen

Das MAK gibt sich nicht damit zufrieden, lediglich die Vergangenheit zu bewahren; es gestaltet aktiv die Zukunft der Kunst und der Museumspraxis mit. Dieser Pioniergeist zeigt sich in der Offenheit für neue Technologien und der Bereitschaft, sich mit drängenden zeitgenössischen Fragen auseinanderzusetzen. In einem historischen Schritt wurde das MAK das weltweit erste Museum, das Bitcoin für den Erwerb von Kunst nutzte, indem es 2015 „Event listeners“ von van den Dorpel erwarb – ein mutiges Statement über die sich wandelnde Beziehung zwischen Kunst, Technologie und Finanzen. Dieses Engagement für Innovation erstreckt sich auch auf seine Ausstellungen, die oft komplexe gesellschaftliche Themen behandeln. Jüngste Schauen wie „BLOCKCHAIN: UNCHAINED“ untersuchten das transformative Potenzial der Blockchain-Technologie in der Kunstwelt, während Kooperationen mit Künstlern wie James Turrell zu faszinierenden Installationen wie „MAKlite“ führten, die den Innenhof des Museums durch präzise kalibrierte LED-Beleuchtung in ein fesselndes sensorisches Erlebnis verwandelten. Das MAK scheut es nicht, Konventionen herauszufordern und Besucher dazu einzuladen, sich auf neue und unerwartete Weise mit der Kunst zu beschäftigen.

Ein digitales Tor: Erweiterter Zugang zum künstlerischen Erbe

Über seine physischen Mauern hinaus erweitert das MAK seine Reichweite durch eine umfassende digitale Präsenz. Mit über 300.000 digitalisierten und online präsentierten Objekten verfügt es über die größte Online-Sammlung der Österreichischen Bundesmuseen – ein Schatzkästchen des künstlerischen Erbes, das Wissenschaftlern, Künstlern und Liebhabern weltweit zugänglich ist. Ergänzt wird diese digitale Erkundung durch eine interaktive webbasierte Audioguide-App, die darauf ausgelegt ist, das Verständnis der Besucher durch detaillierte Erzählungen und Expertenkommentare zu vertiefen. Ob man nun vom Wiener Jugendstil gefesselt oder von der Evolution der Designprinzipien über die Epochen hinweg fasziniert ist – das MAK bietet eine unvergessliche Reise in das Herz künstlerischer Innovation und des kulturellen Erbes, eine Reise, die heute weit über die Grenzen Wiens hinausreicht.
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