Ursprung und Geschichte der Institution
Das National Museum of Art, Architecture and Design bewahrt die öffentliche Sammlung des norwegischen Staates an Kunst-, Architektur- und Designobjekten. In Oslo, Norwegen, gelegen, ist die Institution in staatlichem Besitz und wird vom norwegischen Kulturministerium verwaltet. Ihre heutige Form entstand im Jahr 2003 durch den Zusammenschluss mehrerer eigenständiger Einrichtungen. Zu diesen gehörten das Museum für Architektur, das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Kunstgewerbe und Design, das Museum für Zeitgenössische Kunst sowie die Nationalgalerie von Norwegen.
Die Wurzeln dieser konsolidierten Institution reichen bis in das Jahr 1842 zurück, als die Nationalgalerie als das zentrale staatliche Museum für bildende Kunst Norwegens gegründet wurde. Über anderthalb Jahrhunderte hinweg fungierte diese frühere Institution als primäres Refugium für den norwegischen künstlerischen Ausdruck. Die Fusion im Jahr 2003 brachte diese verschiedenen spezialisierten Sammlungen unter einem einzigen administrativen Dach zusammen und schuf das National Museum of Art, Architecture and Design als eine geeinte Einheit zur Bewahrung und Präsentation der visuellen Kultur der Nation.
Das neue Museumsgebäude und die Architektur
Die gegenwärtige Präsenz des Museums in Oslo verteilt sich auf mehrere Standorte, darunter das National Museum – Architektur und Villa Stenersen. Diese Anordnung ging der Konsolidierung der verschiedenen Abteilungen der Institution an einem einzigen Standort voraus. Die Entscheidung, einen einheitlichen Veranstaltungsort zu schaffen, wurde durch die Notwendigkeit getrieben, erweiterte Kapazitäten bereitzustellen, um die wachsenden Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Architektur und Design unterzubringen.
Das neue Gebäude wurde 2022 in der Vestbanehallen eröffnet. Dieser Standort wurde in Vestbanen gewählt, dort, wo sich der alte Bahnhof Oslo West bei Aker Brygge befand. Die architektonische Ausrichtung für das Projekt, das ursprünglich als Forum Artis bekannt war, wurde nach einem internationalen Wettbewerb festgelegt, den Kleihues + Schuwerk für sich entschied. Das resultierende Bauwerk integriert die vielfältigen Anforderungen der fusionierten Institutionen in eine kohärente physische Umgebung im Herzen von Oslo.
Die vielfältigen Kunst- und Designsammlungen
Das Museum beherbergt eine Sammlung von insgesamt über 400.000 Werken. Diese Objekte werden in permanenten Ausstellungen sowie in verschiedenen temporären Schaustellungen präsentiert. Das Inventar umfasst norwegische sowie internationale Kunst, Architektur und Design. Zu den bedeutendsten Stücken gehört die erste Kopie von Edvard Munchs „Der Schrei“ aus dem Jahr 1893. Die Sammlung spannt den Bogen über mehrere Epochen, darunter den Barock, das Goldene Zeitalter der Niederlande, den Expressionismus, den Impressionismus und den neoromantischen Symbolismus.
Die Architektursammlung ist besonders umfangreich und umfasst mehr als 300.000 Objekte. Diese Werke datieren von den 1830er Jahren bis in die heutige Zeit. Diese enorme Bandbreite ermöglicht es, die Evolution von Design und baulicher Form über fast zwei Jahrhunderte hinweg zu studieren. Das Museum pflegt diese Objekte, um ein umfassendes Zeugnis sowohl der lokalen als auch der globalen künstlerischen Entwicklung zu liefern.
