Heilige BarbaraBernhard Strigel · 1500

  • MalmediumÖl auf Tafel
  • MaterialartWandkunst
  • KunstrichtungSpätgotik
  • Entstehungsdatum1500
  • KunstperiodeRenaissance
  • Abmessungen97.0 x 33.0cm
  • MuseumBayerische Staatsgemäldesammlungen

Bernhard Strigel (1460 – 1528)

Bernhard Strigel: Ein Meister der Renaissance Süddeutschlands mit beeindruckenden Porträts und historischen Gemälden wie dem Bildnis Maximilians I., das für seine Zeit außergewöhnliche Klarheit und Farbgebung aufweist.

Bayerische Staatsgemäldesammlungen (München, Deutschland)

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Identifizierung der Heiligen Barbara von Bernhard Strigel

Dieses Gemälde stellt die Heilige Barbara dar und wurde von dem Künstler Bernhard Strigel geschaffen. Das Werk wird auf das Jahr 1500 datiert. Strigel war ein Maler, der der Schwäbischen Schule angehörte, einer Gruppe von Künstlern, die in den süddeutschen Regionen wirksam waren. Er wurde in Memmingen geboren.

Das Sujet, die Heilige Barbara, wird als eine einzelne, stehende Figur präsentiert. Sie ist in einer Bogennische positioniert, die der Komposition einen strukturierten Rahmen verleiht. Die Figur ist in einer Ganzkörperansicht dargestellt, wobei sie eine Krone und schwere, fließende Gewänder trägt. In ihrer rechten Hand hält sie einen Kelch, der mit einer Hostie gekrönt ist – ein spezifisches Attribut, das dazu dient, sie in der religiösen Ikonographie zu identifizieren.

Komposition und visuelle Elemente

Die Komposition ist vertikal und zentriert angelegt und zeigt eine einzelne, stehende Figur, die in einer bogenförmigen Nische positioniert ist. Das Motiv wird in einer Ganzkörperansicht dargestellt, wobei die Heilige eine Krone sowie schwere, fließende Gewänder trägt. In ihrer rechten Hand hält sie einen Kelch, der mit einer Hostie gekrönt ist. Die Perspektive ist frontal und vergleichsweise flach gehalten, was ein charakteristisches Merkmal der deutschen Andachtsbilder des frühen 16. Jahrhunderts ist. Der Hintergrund besteht aus einer schlichten, texturierten Oberfläche innerhalb des Bogens, die Tiefe eher durch subtile tonale Abstufungen als durch eine komplexe räumliche Rückversetzung erzeugt.

Das Licht wirkt über die gesamte Figur hinweg weich und diffus. Diese Beleuchtung erzeugt eine sanfte Modellierung des Gesichts und definiert die Faltenwürfe der Gewänder. Die Linien der Draperie sowie die filigranen Details der Krone sind glatt und präzise ausgearbeitet. Die gesamte Anordnung betont die Vertikalität der Figur vor dem architektonischen Rahmen der Nische.

Technik und materielle Beschaffenheit

Dieses Werk wurde als Ölgemälde auf einer Holztafel ausgeführt und misst 96,8 x 33,3 cm. Die Art und Weise, wie die Pigmente aufgetragen wurden, verleiht dem Bild eine für seine Zeit außergewöhnlich detaillierte und realistische Vollendung. Sanfte, klar definierte Linien prägen die Darstellung des Faltenwurfs sowie die filigranen Details der Krone. Die vertikale Komposition stützt sich dabei auf eine präzise Linienführung, um die Form der Figur innerhalb der bogenförmigen Nische eindrucksvoll zu etablieren.

Die Oberfläche offenbart ein weiches, diffuses Licht, das eine sanfte Modellierung des Gesichts und der Falten der schweren Gewänder erzeugt. Diese Lichtführung betont sowohl die Textur der Kleidung als auch die strukturelle Tiefe der architektonischen Umgebung. Der Hintergrund bleibt dabei eine schlichte, texturierte Fläche, die durch subtile Tonabstufungen ein Gefühl von Tiefe innerhalb des Bogens vermittelt, anstatt auf eine komplexe räumliche Flucht zu setzen.

Verwandte Werke von Bernhard Strigel

Das künstlerische Schaffen des Meisters umfasst eine Vielzahl religiöser Kompositionen, die seine tiefe Verbundenheit mit der schwäbischen Tradition eindrucksvoll unterstreichen. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die um 1505 entstandene Heilige Familie, ein Tafelbild, das heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt wird. Ein weiteres bedeutendes religiöses Sujet ist Die Verkündigung, ein Werk, das zwischen 1515 und 1520 geschaffen wurde und heute Teil der Fundación Colección Thyssen-Bornemisza in Pedralbes ist.

Über die sakrale Kunst hinaus dokumentierte Strigel durch seine Porträtkunst auch die sozialen und politischen Strukturen seiner Epoche. So entstand im Jahr 1515 das Porträt der Familie von Maximilian I., welches im Museo de la Real Academia de San Fernando in Madrid zu finden ist. Darüber hinaus wurde um 1500 ein Porträt eines Edelmannes angefertigt, das heute in der Staatsgalerie in Stuttgart eine Heimat gefunden hat.


Über dieses Kunstwerk

  • Titel: Heilige Barbara
  • Künstler: Bernhard Strigel
  • Jahr: 1500
  • Originalmaße: 97.0 x 33.0cm
  • Format: Hochformatig
  • Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
  • Ausstellung/Standort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
  • Medium: Öl auf Tafel
  • Medium: Wandkunst
  • Schöpferische Phase: Spätwerk

Eckdaten

  • Year: 1500
  • Subject or theme: Heilige Barbara mit Kelch und Hostie
  • Medium: Öl auf Holztafel
  • Notable elements or techniques: Weiches, diffuses Licht; detaillierter Faltenwurf
  • Dimensions: 96.8 x 33.3cm

Fragen und Antworten

Wie sehen die Reproduktionsrechte für „Heilige Barbara“ im Bayerische Staatsgemäldesammlungen aus?

Das Original "Heilige Barbara" befindet sich im Bayerische Staatsgemäldesammlungen; das Werk ist gemeinfrei – das Urheberrecht ist abgelaufen.

Ist "Heilige Barbara" von Bernhard Strigel ein Gemälde, eine Zeichnung oder ein Druck?

Im Katalog ist "Heilige Barbara" von Bernhard Strigel als Wandkunst geführt. Die Kategorie hilft dabei, ähnliche Werke zu finden.

Welches Druckformat wird für "Heilige Barbara" von Bernhard Strigel empfohlen?

Für „Heilige Barbara“ wird ein Druckformat von Formattyp in der Ausrichtung Hochformatig empfohlen.

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