Zwei PolyederEgidius Lobenigk · 1584
Elfenbein
Skulptur
Barock
1584
– Frühe Neuzeit
Grünes Gewölbe
Egidius Lobenigk (1595 –)
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Grünes Gewölbe (Dresden, Deutschland)
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Die Geometrie des Elfenbeins
Weißer Elfenbein trifft auf die Präzision der Drehbank. Zwei Polyeder ruhen auf ihren Sockeln, ihre Oberflächen in scharfe Eckpunkte und sich schneidende Ebenen gehauen. Eine Form beherbergt eine komplexe Anordnung von Sphären und Kreisen, eine dichte Architektur aus Knochen. Die andere bleibt schlichter, ein stiller Gefährte der ersten. Das Licht fängt die Kanten des Elfenbeins ein und zeichnet die mathematische Logik nach, die jeden Schnitt diktiert. Dies sind keine bloßen Ornamente; es sind erstarrte Berechnungen von Raum und Volumen.
Die Präzision der Drehbank
Die Erschaffung dieser Formen erforderte ein tiefgreifendes Verständnis von Perspektive und Mathematik. Solche Formen auf einer Drehbank zu drehen, verlangt eine ruhige Hand und einen Geist, der auf die Gesetze der Geometrie eingestellt ist. Der Kunsthandwerker wirkte am Dresdner Hof und verwandelte das Rohmaterial in eine Studie der strukturellen Integrität. Die technischen Anforderungen dieser Arbeit umfassen:
- Die Verwendung einer Drehbank, um präzise, ineinandergreifende Formen zu erzielen.
- Die Bearbeitung des Elfenbeins, um trotz komplizierter Schnitte die strukturelle Stabilität zu bewahren.
- Die Anwendung mathematischer Prinzipien zur Erschaffung verschachtelter, komplexer Körper.
Jede Kante dient einem Zweck im größeren, harmonischen Ganzen. Der Elfenbein trägt die Spuren einer disziplinierten Hand, eine Ehe aus Handwerk und Wissenschaft.
Ein Vermächtnis der Form
In der frühen Ära des Barock führte das Streben nach geometrischer Harmonie den Künstler weg von der traditionellen Dekoration. Das Werk spiegelt einen Wandel hin zum intellektuellen Ausdruck der Form wider. Diese Skulpturen existieren als ein Dialog zwischen dem physischen Material und den ewigen Wahrheiten der Geometrie. Sie verbleiben im Grünen Gewölbe, bewahrt als Artefakte einer Zeit, in der Kunst und Mathematik untrennbar miteinander verbunden waren. Der Elfenbein bewahrt seine Form, still und präzise.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Zwei Polyeder
- Künstler: Egidius Lobenigk
- Jahr: 1584
- Format: Hochformat
- Urheberrechtlicher Status: Urheberrechtlich geschützt
- Ausstellung/Standort: Grünes Gewölbe
- Bewegung: Barock
- Medium: Skulptur
- Kontext des Werks: dresdner hofpatronage, geometrische harmonie
- Schlagworte: elfenbein-polyeder, geometrische elfenbeinarbeit, komplexe elfenbeinformen
Eckdaten
- Notable elements or techniques: Drechseln, kompliziertes Design, verschachtelte Körper
- Dimensions: h92,1 cm
- Title: Zwei Polyeder
- Year: 1581 - 1584
Fragen und Antworten
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Die Farbsättigung von "Zwei Polyeder" beträgt Gedämpft bei einer Intensität von Monochrom.