Thomas HobbesJohn Michael Wright · 1650
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Barock
1650
– Frühe Neuzeit
66.0 x 55.0cm
National Portrait Gallery
John Michael Wright (1617 – 1694)
John Michael Wright war ein Barockmaler, der für seine realistischen Darstellungen von Königen und Aristokraten bekannt ist. Er wurde von König Karl II. und König Jakob II. bevorzugt eingesetzt und gilt als einer der bedeutendsten englischen Künstler des 17. Jahrhunderts. Seine außergewöhnliche Kunst umfasst beeindruckende Porträts und eine einzigartige Verbindung zwischen italienischer und englis
National Portrait Gallery (London, Vereinigtes Königreich)
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Identifizierung des Porträts von Thomas Hobbes
Dieses Ölgemälde auf Leinwand mit dem Titel Thomas Hobbes wurde von dem Künstler John Michael Wright geschaffen. Das Werk stellt den Philosophen Thomas Hobbes in einer Komposition in Brustlänge dar. Die Malerei fängt das Ebenbild des älteren Mannes ein, wobei der Fokus auf den Gesichtszügen und dem Oberkörper liegt.
Die Entstehung dieses Porträts wird auf etwa 1669–1670 datiert. Es handelt sich um eine formale Darstellung des Subjekts, die eine zurückhaltende Farbpalette und eine gezielte Lichtführung nutzt, um die Figur vor einem dunklen, undefinierten Hintergrund zu definieren. Das Werk befindet sich heute in der Sammlung der National Portrait Gallery in London.
Komposition und visuelle Details
Dieses Porträt präsentiert sich als vertikale Brustbild-Komposition, die einen älteren Mann zeigt. Das Motiv ist leicht außermittig positioniert, wobei Kopf und Oberkörper sich vor einem dunklen, undefinierten Hintergrund abheben. Der Dargestellte wird mit schütterem, feinem weißem Haar und einem markanten weißen Kragen dargestellt, der in starkem Kontrast zu seiner dunklen Kleidung steht. Das Licht fällt von oben links ein und taucht eine Gesichtshälfte in helles Licht, während die andere in tiefem Schatten verbleibt. Dieses gerichtete Licht formt die Konturen der Gesichtszüge und verleiht der Textur der Haut eine greifbare Tiefe.
Der Blick des Betrachters wird direkt vom Subjekt gefangen, dessen Augen den Betrachter fixieren. Die Gesichtszüge sind geprägt von einer gerunzelten Stirn und einem stetigen, ruhigen Ausdruck. Die meisterhafte Wiedergabe der Haut fängt feine Linien und die subtilen Falten des Alters ein. Das dunkle Gewand wirkt schwer und scheint einen Großteil des Lichts zu absorbieren, was die blassen Töne des Kragens und das Gesicht des Mannes besonders hervorhebt. Die Komposition bewahrt eine nahe, intime Perspektive auf Augenhöhe und lenkt die gesamte Aufmerksamkeit des Betrachters auf die physische Präsenz des Dargestellten.
Technische Ausführung und künstlerischer Stil
Das Porträt ist in jenem Stil ausgeführt, der für die Barock-Porträtmalerei der Mitte des 17. Jahrhunderts so charakteristisch war. Der Künstler setzt das Chiaroscuro auf dramatische Weise ein, wobei das Licht von oben links einfällt, um die Gesichtszüge plastisch herauszuarbeiten. Diese gerichtete Beleuchtung taucht eine Gesichtshälfte in helles Licht, während die andere in tiefem Schatten verbleibt, wodurch eine beeindruckende Dreidimensionalität vor dem dunklen, undefinierten Hintergrund entsteht. Die Farbpalette bleibt dabei äußerst zurückhaltend und konzentriert sich auf tiefe Schwarztöne, erdige Hautfarben und das reine Weiß des Kragens.
Mit feiner Pinselführung werden spezifische Texturen über die gesamte Leinwand hinweg eingefangen. Die Darstellung des schütteren, feinen weißen Haares des Dargestellten sowie die subtilen Hautfalten zeugen von einem akribischen Auftrag der Ölfarben. Dem Künstler gelingt es, durch sorgfältige tonale Übergänge äußerst realistische Hauttöne zu schaffen, was besonders in der Darstellung der gefurchten Stirn und der wettergegerbten Gesichtszüge des Subjekts zur Geltung kommt. Der schwere Stoff des dunklen Gewandes ist so gemalt, dass er eine lichtabsorbierende Qualität suggeriert, die in starkem Kontrast zum glatteren, fast transluzenten Erscheinungsbild der Haut steht.
Provenienz und Sammlungsgeschichte
Dieses Ölgemälde auf Leinwand befindet sich in der Sammlung der National Portrait Gallery in London und ist dort unter der Kennnummer NPG 225 katalogisiert. Die Geschichte des Erwerbs dieses Werkes reicht bis in das Jahr 1860 zurück, als es käuflich erworben wurde. Im Anschluss an diesen Erwerb wurde das Porträt im Jahr 1866 von Sir Walter Trevelyan der Sammlung überlassen.
Das physische Kunstwerk ist fester Bestandteil des permanenten Bestands der National Portrait Gallery. Seine Präsenz in der Sammlung wird durch diese spezifischen Übertragungen und Akquisitionen dokumentiert. Die Provenienz folgt somit einer direkten Linie von seinem Erwerb in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis hin zu seinem heutigen Platz in der Londoner Institution.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Thomas Hobbes
- Künstler: John Michael Wright
- Jahr: 1650
- Originalmaße: 66.0 x 55.0cm
- Format: Hochformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: National Portrait Gallery
- Bewegung: Barock
- Epoche: – Frühe Neuzeit
- Hauptfarbe: Espresso
Eckdaten
- Title: Thomas Hobbes
- Medium: Öl auf Leinwand
- Notable elements or techniques: Chiaroscuro, realistische Hauttexturen
- Dimensions: 66,0 x 54,6 cm
- Location: National Portrait Gallery, London
Fragen und Antworten
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"Thomas Hobbes" von John Michael Wright gehört der Strömung des Barock innerhalb der – Frühe Neuzeit-Epoche an. Zusammen verleihen sie dem Werk seinen Platz in der Kunstgeschichte.