Harrison GrayJohn Singleton Copley · 1767

  • MalmediumÖlfarbe
  • MaterialartWandkunst
  • KunstrichtungNeoklassizismus
  • Entstehungsdatum1767
  • Kunstperiode– Frühe Neuzeit
  • Abmessungen78.0 x 91.0 cm

John Singleton Copley (1738 – 1815)

Ein Pionier der anglo-amerikanischen Porträt- und Historienmalerei. Entdecken Sie heute seine meisterhaften Werke.

Identifizierung von Harrison Gray von John Singleton Copley

Dieses Ölgemälde mit dem Titel Harrison Gray wurde von dem amerikanischen Maler John Singleton Copley geschaffen. Das Werk entstand um 1767. Copley, der von 1738 bis 1815 lebte, fertigte dieses Porträt in einer Zeit an, in der er sich bereits als herausragende Gestalt in der Kunstszene der Kolonialzeit etabliert hatte. Das Subjekt des Werkes ist Harrison Gray, der in einer sitzenden oder stehenden Pose dargestellt wird, die seine soziale Präsenz eindrucksvoll unterstreicht.

Das Porträt fängt den Dargestellten mit einem besonderen Augenmerk auf spezifische Materialtexturen und persönliche Attribute ein. Harrison Gray wird mit weißem, in einer Perücke gestyltem Haar und in einem braunen Anzug gezeigt. In seiner Hand hält er ein Buch oder ein Stück Papier, während er seinen Blick direkt auf den Betrachter richtet. Seine Gesichtszüge werden durch einen Schnurrbart und ein sanftes Lächeln charakterisiert. Der Hintergrund, bestehend aus einem grünen Vorhang und einem links von der Figur platzierten Stuhl, schafft eine strukturierte und würdevolle Umgebung für das Motiv.

Die Komposition und die visuellen Details

Der Dargestellte ist in einer Dreiviertelansicht positioniert, wobei er dem Betrachter mit einem sanften Lächeln entgegenblickt. Sein weißes Haar ist kunstvoll unter einer Perücke gestylt, und ein markanter Schnurrbart verleiht seinem Gesicht Charakter. Er ist in einen braunen Anzug gekleidet, der seine vornehme Erscheinung unterstreicht. In seiner Hand hält er ein Buch oder ein Stück Papier, während sein Blick direkt auf den Betrachter gerichtet ist, was eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Porträtierten und dem Publikum schafft.

Der Hintergrund wird von einem tiefgrünen Vorhang dominiert, der der Szene eine beachtliche räumliche Tiefe verleiht. Auf der linken Seite des Bildes ist ein Stuhl zu erkennen, der die Komposition ergänzt. Die Lichtführung ist meisterhaft gesetzt: Sie betont nicht nur die feinen Texturen der Kleidung, sondern hebt auch die markanten Gesichtszüge des Mannes hervor und verleiht dem gesamten Werk eine plastische Präsenz.

Provenienz und Besitzgeschichte

Die Geschichte des Besitzes dieses Porträts folgt einer direkten Linie vom Dargestellten selbst über mehrere Generationen der Familie Otis. Die wahrscheinliche Abfolge der Eigentümerschaft begann beim Porträtierten, der das Werk an seine Tochter, Elizabeth Gray Otis, weitergab. Von ihr wurde das Gemälde an ihren Sohn, Harrison Gray Otis [1765-1848], vererbt. Diese familiäre Verbindung setzte sich über nachfolgende Nachkommen fort, darunter William Alleyne Otis und Robert Helyer Thayer, bevor das Gemälde schließlich in institutionelle Hände überging.

In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts befand sich das Gemälde zwischen 1917 und 1926 im Besitz von Robert H. Gardiner, Robert H. Gardiner, Jr. und William Tudor Gardiner. Nach dieser Zeit wurde das Werk in die Sammlung des Museum of Fine Arts in Boston aufgenommen. Am 22. Juni 1949 wurde das Gemälde vom Museum of Fine Arts an Thayer übergeben.

Verwandte Werke von John Singleton Copley

Das künstlerische Schaffen des Malers umfasst eine Vielzahl von Porträts, die die sozialen und familiären Strukturen jener Epoche eindrucksvoll dokumentieren. Im Jahr 1770 schuf er Lemuel Cox, ein Werk, das heute im Baltimore Museum of Art zu bewundern ist. Darauf folgte im Jahr 1773 die Darstellung von Mrs John Winthrop, die heute Teil der Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York ist. Diese Meisterwerke verdeutlichen seinen technischen Ansatz, in dem er durch die präzise Wiedergabe von Gesichtszügen und Kleidung nicht nur einzelne Persönlichkeiten, sondern auch deren gesellschaftlichen Status meisterhaft einfing.

Copley widmete sich jedoch auch weitaus komplexeren Kompositionen und historischen Themen. Sein Werk The Return of Neptune stellt einen frühen Versuch dar, über die bloße Ähnlichkeit hinauszuwachsen, indem er Kompositionen nutzte, die an die großen Alten Meister erinnern. Später, im Jahr 1776, malte er The Copley Family – ein Werk, das durch sorgfältig choreografierte Umgebungen und Objekte eine ganz spezifische soziale Identität für die dargestellten Personen etabliert.

Wo man dieses Kunstwerk heute bewundern kann

Dieses Gemälde ist in der Sammlung der National Gallery of Art zu Hause. Es befindet sich in Washington, DC, und gelangte im Jahr 1976 durch eine bedeutende Schenkung in den permanenten Bestand des Museums.

Besucher der National Gallery of Art in Washington, DC, haben die Gelegenheit, dieses Werk als Teil der offiziellen Sammlung der Institution zu bestaunen. Das Kunstwerk wurde 1976 von der NGA erworben.


Über dieses Kunstwerk

  • Titel: Harrison Gray
  • Künstler: John Singleton Copley
  • Jahr: 1767
  • Originalmaße: 78.0 x 91.0 cm
  • Format: Hochformat
  • Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
  • Bewegung: Neoklassizismus
  • Epoche: – Frühe Neuzeit
  • Schöpferische Phase: Spätmittelalter
  • Inventarnummer: 1976.25.1

Eckdaten

  • Notable elements or techniques: Schichtung von transparenten Lasuren
  • Artist: John Singleton Copley
  • Title: Harrison Gray
  • Artistic style: Rokoko-Eleganz und Aufklärung

Fragen und Antworten

Welcher Strömung und welcher Epoche ist "Harrison Gray" von John Singleton Copley zuzuordnen?

In "Harrison Gray" von John Singleton Copley trifft die Neoklassizismus-Strömung auf die Ära der – Frühe Neuzeit.

Welche Bedeutung kommt "Harrison Gray" von John Singleton Copley in der Kunstgeschichte zu?

Historisch gesehen ist „Harrison Gray“ ein Werk der Neoklassizismus-Strömung aus der umfassenderen Ära der – Frühe Neuzeit.

Welche emotionale Stimmung vermittelt "Harrison Gray" von John Singleton Copley?

"Harrison Gray" von John Singleton Copley vermittelt eine Reflektierend emotionale Stimmung.

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