St. LukasSimone Martini · 1330
Eitempera auf Holztafel
Wandkunst
Internationale Gotik
1330
Spätmittelalter
56.0 x 37.0cm
J. Paul Getty Museum
Simone Martini (1284 – 1344)
Sienesischer Gotik-Maler eleganter, gelängter Figuren und leuchtender Tempera-Werke, bekannt für höfische Anmut und detailreiche Dekoration.
J. Paul Getty Museum (Los Angeles, Vereinigte Staaten von Amerika)
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Ein Schreiber in Gold
Die Gestalt des Evangelisten Lukas erscheint in einem Moment stiller Kontemplation, sein Blick ist gesenkt auf ein aufgeschlagenes Manuskript gerichtet. Er trägt eine rote Tunika unter einem schweren, dunkelbraunen Mantel, der in rhythmischen Falten über seine Gestalt fällt. In einer Hand hält er eine Schreibfeder, die so positioniert ist, als wäre er gerade dabei, eine göttliche Offenbarung niederzuschreiben. Die Komposition ist vor einem flachen, leuchtenden Goldgrund gesetzt – eine Technik, die das Motiv aus einer spezifischen irdischen Umgebung löst und es in einen himmlischen Raum versetzt.
Ein großer, gemusterter Heiligenschein umschließt seinen Kopf und verleiht dem oberen Teil der Tafel Textur. Feine Linien definieren die Gesichtszüge, insbesondere Augen und Nase, während subtile Schattierungen den Gewändern Volumen verleihen. Die Verwendung von Tempera und Blattgold auf Holz ermöglicht eine juwelenartige Oberfläche, auf der das Licht mit dem metallischen Grund interagiert.
Sienesische Eleganz und Hingabe
Dieses in den 1330er Jahren geschaffene Werk entspringt der sienesischen Tradition, die durch eine feinfühlige Sensibilität und fließende Linien gekennzeichnet ist. Der Künstler nutzte den Stil der Internationalen Gotik, der dekorative Details und eine raffinierte, höfische Ästhetik betonte. Dieser Ansatz bevorzugte geschwungene Konturen gegenüber den monumentalerem Formen, wie sie in der zeitgenössischen florentinischen Malerei zu finden waren.
Die Wahl der Materialien – Eitempera und Blattgold – erforderte einen präzisen Auftrag. Jede Pigmentschicht musste schnell vor dem Trocknen aufgetragen werden, was zu sanften Übergängen und scharfen Details führte. Das Vorhandensein von Buch und Feder dient als direktes Attribut der Identität des Heiligen als Autor. Durch diese spezifischen Symbole vermittelt das Gemälde die Bedeutung geistlicher Autorschaft und die Feierlichkeit religiöser Überlieferung.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: St. Lukas
- Künstler: Simone Martini
- Jahr: 1330
- Originalmaße: 56.0 x 37.0cm
- Format: Hochformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: J. Paul Getty Museum
- Bewegung: Internationale Gotik
- Kontext des Werks: internationaler gotik-stil, teil eines polyptychons
- Farbpalette: Erdig
Eckdaten
- Title: St. Lukas
- Artistic style: Gotik, Sienesische Schule
- Medium: Tempera und Blattgold auf Tafel
- Dimensions: 56,5 x 36,8 cm
- Movement: Internationaler gotischer Stil
- Location: J. Paul Getty Museum, Los Angeles
Fragen und Antworten
Aus welchem Land stammt das Internationale Gotik-Werk „St. Lukas“?
"St. Lukas" wurde von Simone Martini geschaffen, der in Italien geboren wurde, und ist der Internationale Gotik-Bewegung zuzuordnen. Die Herkunft des Künstlers verbindet das Werk mit der Internationale Gotik, wie sie von Künstlern aus Italien praktiziert wird.
Wie lässt sich "St. Lukas" von Simone Martini in der Inneneinrichtung verwenden?
Empfohlene Verwendung (Stimmung) und Raum (Flur oder Korridor) sind die zwei Empfehlungen für "St. Lukas" von Simone Martini.
In welchem Museum befindet sich das Original von „St. Lukas“?
"St. Lukas" von Simone Martini wird im J. Paul Getty Museum, Los Angeles, Vereinigte Staaten von Amerika ausgestellt. Die Museumsangabe bezieht sich auf das Originalwerk, nicht auf Reproduktionen.