AugusteumOldenburg, Deutschland

Eckdaten

  • Location: Oldenburg, Deutschland
  • Works on APS: 5
  • Alternate names:
    • Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenb
    • Landesmuseum Oldenburg
    • State Museum for Art and Cultural History
    • State Museum
    • Oldenburg
  • Featured artists:
    • Christopher Paudiß
    • Francesco Salviati
    • Jan Miense Molenaer
    • Ludolf Bakhuizen
    • Lucas Cranach the Elder

Die Geschichte und Ursprünge des Augusteum

Das Augusteum existiert als ein deutsches Kunstmuseum in der Stadt Oldenburg. Das Gebäude wurde 1873 von Großherzog Peter II. von Oldenburg in Auftrag gegeben und zu Ehren seines Vaters, Augustus, Großherzog von Oldenburg, benannt. Obwohl das Bauwerk bereits 1867 fertiggestellt wurde, öffnete es 1876 offiziell als das erste Kunstmuseum in Oldenburg seine Pforten. Diese Eröffnung markierte einen bedeutenden Moment für die gesamte Region, da sie einen eigens dafür geschaffenen Raum bot, in dem die Öffentlichkeit erstmals der Kunst in Würdigkeit begegnen konnte.

Über mehrere Jahrzehnte hinweg fungierte das Gebäude als öffentliches Museum und bewahrte seine Rolle über die Jahrhundertwende bis hin zum Jahr 1918. Nach einer Phase des Übergangs wurde der Standort einer umfassenden Renovierung unterzogen. Im Jahr 1981 wurde das Augusteum als integraler Bestandteil des Landesmuseums wiedereröffnet. Es bleibt bis heute ein zentraler Ort für die Erforschung der Alten Meister innerhalb der regionalen Kulturlandschaft.

Architektur und Gestaltung des Gebäudes

Das Augusteum nimmt eine markante Position nahe der nordöstlichen Ecke des Schlossgartens Oldenburg ein. Entworfen vom Architekten Ernst Klingenberg, spiegelt das Bauwerk die Prinzipien des Neo-Renaissance-Stils wider. Seine Form wird oft als florentinischer Palaststil identifiziert und erscheint wie ein aus gelbem Backstein gefertigter italienischer Renaissance-Palazzo. Die Präsenz des Gebäudes wird durch diese spezifischen Proportionen und die bewusste Verwendung von Mauerwerk definiert.

Im Inneren lenkt die Architektur die Aufmerksamkeit auf die prachtvolle Treppenanlage. Dieses zentrale Element ist mit Gemälden von Christian Griepenkerl geschmückt, die vom Großherzog in Auftrag gegeben wurden. Das Zusammenspiel von Licht und der Vertikalität der Treppe erzeugt ein Gefühl von Ordnung innerhalb des Interieurs. Das Design pflegt einen stetigen Dialog zwischen den strukturellen Elementen und den dekorativen Oberflächen, die durch die beauftragten Kunstwerke geschaffen wurden.

Die Sammlung der Alten Meister

Im Augusteum beherbergt die Galerie der Alten Meister einen Ort, an dem die Präsenz der historischen Malerei das Herzstück des Gebäudes bildet. Seit 1981 entfaltet sich innerhalb dieser Mauern die Pracht der niederländischen und flämischen Meister. Die Auswahl erstreckt sich vom 15. bis zum 18. Jahrhundert und vereint Werke aus niederländischen, italienischen, deutschen und französischen Traditionen. Diese Gemälde verharren hier als stille Zeugen des ästhetischen Wandels über viele Jahrhunderte hinweg.

Das tiefe Echo des niederländischen und flämischen Einflusses ist in der Auswahl der Landschaften und Porträts besonders spürbar. In den Beständen finden sich die Werke von Barent Avercamp und Jan Wy, die neben der dramatischen Intensität von Rembrandt van Rijn stehen. Diese Leinwände begegnen dem Betrachter als physische Wesen, deren Oberflächen das Licht und Schatten einer längst vergangenen Ära in sich tragen. Die Anordnung ermöglicht eine unmittelbare Begegnung mit der besonderen Charakteristik nordeuropäischer Pinselführung.

Wichtige Erwerbungen und die Grundlegung der Sammlung

Das Fundament dieser bedeutenden Sammlung wurde im Jahr 1804 gelegt. In diesem Schicksalsjahr erwarb Herzog Peter I. von Oldenburg ein Ensemble von sechsundachtzig Gemälden von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Dieser Erwerb bildete den entscheidenden Kern für das, was später als die großherzogliche Gemäldegalerie bekannt werden sollte. Die Präsenz dieser Werke begründete eine Tradition des Besitzes, welche die frühen Bestände des Museums maßgeblich prägte.

Unter Großherzog Peter II. erfuhr diese Zusammenstellung eine bedeutende Erweiterung, als er sie als öffentliche Bildergalerie etablierte. Dieser Übergang markierte einen Wendepunkt, indem die Kunstwerke aus der privaten, herzoglichen Sphäre in einen Raum von weitreichender gesellschaftlicher Zugänglichkeit überführt wurden. Die Sammlung wuchs stetig durch diese bewussten Akquisitionen und baute auf dem ursprünglichen Tischbein-Erwerb auf, um ein harmonisches und geschlossenes Kunstwerk zu formen.

Die Beständigkeit der Sammlung erlebte jedoch nach der Abdankung Friedrich Augusts II. eine tiefe Zäsur. In der darauffolgenden Zeit wurde ein Drittel der einstigen großherzoglichen Bildergalerie verkauft und in die Niederlande exportiert. Dieser Verlust veränderte das Ausmaß der Bestände nachhaltig, doch die verbliebenen Meisterwerke bilden auch heute noch das historische Herzstück dieser Institution.

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt befindet sich das Augusteum?
Frage 2:
Wer war der Architekt des Augusteums?
Frage 3:
Das Augusteum ist Teil welches größeren Museumsensembles?
Frage 4:
Das Werk welches Künstlers befindet sich im Katalog des Augusteums?
Frage 5:
In welchem Jahr wurde das Augusteum fertiggestellt?

Werke der Sammlung

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