Die Architektur von The Argory
Das Anwesen The Argory ist ein herrschaftliches Landhaus im County Armagh im Vereinigten Königreich. Errichtet für Walter MacGeough Bond zwischen 1820 und 1824, wurde das Bauwerk von den Dubliner Brüdern Arthur und John Williamson entworfen. Die Architektur besticht durch die Verwendung von Caledon-Stein in geschichtetem Quaderwerk, ergänzt durch Navan-Kalkstein an den Fenstersimsen, Eckquadern und Fundamenten. Die markante Silhouette des Gebäudes wird durch einen Uhrturm mit Kuppel, ein Giebeldach auf jeder Seite sowie einen Gebäudeflügel mit polygonalen Endpavillons definiert. Ein imposanter Torbogen führt zum Haus, das an einem Hang thront und einen weiten Blick über ein 320 Hektar großes, bewaldetes Anwesen und den River Blackwater bietet.
Das Interieur ist weitgehend unverändert geblieben, seit es das Jahr 1900 erreichte. Zu den bedeutendsten Schätzen gehört eine große Kammerorgel, wobei historische Aufzeichnungen auch eine imposante mechanische Orgel erwähnen, die 1822 von James Davis für die Lobby gefertigt wurde. Das Anwesen umfasst zudem einen Stallhof mit Pferdekutschen, einen Geschirrraum, eine Wäscherei und eine Acetylen-Gasanlage. Die weitläufigen Parkanlagen werden durch eine Allee aus auf Stock gehauenen Linden geprägt, bekannt als „The Lime Tree Walk“, die heute in ein Meer aus Schneeglöckchen und Frühlingsblumen getaucht ist.
Die Sammlung
Das Haus beherbergt eine bedeutende moderne Kunstsammlung, die dem verstorbenen Eigentümer gehörte. Zu den katalogisierten Meisterwerken innerhalb der Mauern zählen:
- Still Life of Dead Game, 1684 - Jacob van der Kerckhoven
- Harbour Scene (nach Claude Lorrain), 1879 - Pietro Antonio Sasso
- Joshua McGeough of Drumsill (1747–1817) - Joseph Wilson
- The Jamaican Doll, 1962 - Michael Lester
- Ada Marion Nichols, Lady MacGeough Bond (1866-1955), 1880 - Mary Cowie Nichols
- Ada Marion Nichols, Lady Bond - Sir James Jebusa Shannon
- Walter McGeough Bond (1790 - 1866) mit seinem Sohn Edward Staples McGeough Bond (1842 - 1891), 1848 - Hugues Fourau
Anwesen und Vermächtnis
Das Anwesen ging über mehrere Generationen der Familie MacGeough Bond, darunter Joshua Walter MacGeough-Bond und Walter William Adrian MacGeough Bond, in den Besitz des National Trust über, nachdem es diesem 1979 geschenkt wurde. Die Landschaft des Anwesens ist geprägt von bewaldeten Gebieten, einschließlich einer Eichenplantage und verschiedener Wanderwege. Die weitläufigen Grundstücke dienen heute als Ort für saisonale Veranstaltungen, wie den jährlichen Weihnachtsmarkt oder einen Oster-Entdeckungspfad. Das Haus bleibt ein faszinierendes Zeugnis für die Symbiose aus privater Kunstsammlung und der Wohnarchitektur des 19. Jahrhunderts.
