GrablegungJacopo da PontormoNone
Eitempera auf Holztafel
Wandkunst
Manierismus
– Frühe Neuzeit
Jacopo da Pontormo (1494 – 1556)
Italienischer Manierist, bekannt für gelängte Figuren, lebhafte Farben und unruhige, traumähnliche Kompositionen, die der Schwerkraft trotzen.
Die Grablegung von Pontormo
Pontormo schuf die Grablegung zwischen 1525 und 1528. Das im Jahr 1526 von Lodovico Capponi in Auftrag gegebene Werk findet seinen Platz in der Capponi-Kapelle innerhalb der Kirche Santa Felicita in Florenz. Das Sujet konzentriert sich auf die Grablegung des Leichnams Christi nach der Kreuzigung.
Die Komposition ist mit einer stark vertikalen Ausrichtung konzipiert. Sie wurde so entworfen, dass sie von einem Betrachter, der von unten nach oben blickt, wahrgenommen wird. Diese Orientierung erzeugt, in Verbindung mit der spezifischen Anordnung der Figuren, ein Gefühl von spiritueller Spannung und Bewegung innerhalb der Kapellenatmosphäre.
Komposition und visuelle Elemente
Die Komposition zeichnet sich durch eine ausgeprägte Vertikalität aus, die eigens für einen Betrachter konzipiert wurde, der von unten zu dem Werk aufblickt. Diese Perspektive betont die enorme Höhe der Szenerie, die auf einem künstlich anmutenden, bühnenartigen Hügel angesiedelt ist. Die Figuren sind dicht aneinandergedrängt, wodurch ein Gefühl von Chaos und überwältigendem Kummer entsteht. Inmitten der gedrängten Bewegung der Trauernden liegt der Körper Christi horizontal im unteren Teil der Anordnung und bildet so ein erdendes Element in diesem emotionalen Aufruhr.
Ein komplexes Zusammenspiel von Formen definiert das visuelle Feld, das von den sanften, runden Konturen menschlicher Körper bis hin zu den scharfen, kantigen Faltenwürfen der Gewänder reicht. Die Farbpalette nutzt hellblaue und stahlblaue Blautöne, die in starkem Kontrast zu den Gewändern stehen, die in einem Rosa gehalten sind, das an zerstoßene Primeln erinnert. Diese Farbtöne interagieren mit der strukturellen Spannung der Figuren und erzeugen so ein tiefes Gefühl spiritueller Unruhe.
Materialien und technische Details
Das Werk wurde auf einer Pappelschnittholztafel mit einem subradialen Schnitt ausgeführt. Das strukturelle Fundament besteht aus sechs Planken aus Pappelsholz, die durch drei originale Querstücke aus Lärchenholz zusammengehalten werden. Diese internen Stützen sind durch einen Keil eingefügt, der etwa ein Drittel der Dicke der Planken selbst beträgt. An einigen Stellen des Holzes finden sich Spuren historischer Reparaturen, darunter die Verwendung von Schwalbenschwanz-Dübeln, um Astlöcher im Holz zu behandeln.
Der Künstler wendete die Tempera-Technik an, um die fertige Oberfläche zu erzielen. Um die Komposition von den Vorbereitungsstadien auf die grundierte Tafel zu übertragen, wurde die Kartonmethode angewandt. Dabei wurde eine Zeichnung von einem Blatt mit Kohle auf der Rückseite auf das Holz übertragen. Die daraus resultierende Pigmentierung beruht auf der präzisen Integration verschiedener mineralischer Bestandteile, darunter Azurit, Bleiweiß, Schwarz und Lapislazuli für die Blautöne sowie Krapplack für die rosa Gewänder.
Restaurierungs- und Konservierungsgeschichte
Die Bewahrung dieses wertvollen Poplarholzpaneels hat über die Jahrhunderte hinweg mehrere bedeutende Eingriffe erforderlich gemacht. Dokumentierte Restaurierungsarbeiten fanden in den Jahren 1620, 1725–28, 1820–25, 1936 sowie 1978 statt. Diese periodischen Behandlungen dienten vor allem der Sicherung der physischen Stabilität der sechs Holzplanken sowie der verschiedenen Holzdübel, die zur Verstärkung der ursprünglichen Lärche-Querstreben verwendet wurden.
Ein bedeutendes, jüngeres Restaurierungsprojekt wurde von Daniele Rossi durchgeführt. Diese Arbeit, die mit Kosten von 105.000 € verbunden war, konnte durch das Sponsoring von Kathe und John Dyson ermöglicht werden. Im Zentrum des Projekts standen die strukturelle und ästhetische Integrität des Paneels, wobei sichergestellt wurde, dass die Klarheit des subradialen Schnitts sowie die komplexen Schichten von Tempera und Öl, die der Künstler aufgetragen hatte, erhalten bleiben.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Grablegung
- Künstler: Jacopo da Pontormo
- Format: Hochformatig
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Medium: Eitempera auf Holztafel
- Epoche: – Frühe Neuzeit
- Medium: Wandkunst
- Schlagworte: pinkfarbene draperie, religiöser kummer, überfüllte komposition
- Farbton: Von Bernstein bis Safran
- Empfundene Helligkeit: ausgewogen
Eckdaten
- Artist: Pontormo
- Notable elements or techniques: Kartongrafik-Methode, Subradial-Schnitt
- Title: Grablegung
- Movement: Florentinischer Manierismus
- Influences:
- Michelangelo Buonarroti
- Albrecht Dürer
Fragen und Antworten
Für welches Format wird die Platzierung von „Grablegung“ im Format Hochformatig empfohlen?
Das Format Hochformatig von "Grablegung" von Jacopo da Pontormo wird für ein Wohnbereich empfohlen. Format und Raumgestaltung leiten gemeinsam die Platzierung einer Reproduktion.
Welche Bedeutung kommt "Grablegung" von Jacopo da Pontormo in der Kunstgeschichte zu?
Historisch gesehen ist „Grablegung“ ein Werk der Manierismus-Strömung aus der umfassenderen Ära der – Frühe Neuzeit.
Welchen Stellenwert nimmt "Grablegung" innerhalb der Manierismus ein?
Innerhalb der Manierismus-Strömung weist „Grablegung“ ein Ikonisch Bekanntheitsniveau auf.